Nach Pfefferspray-Alarm an Dortmunder Gymnasium ermittelt die Staatsanwaltschaft

Gefährliche Körperverletzung

Ein 15-jähriger Schüler hat Anfang Dezember 2019 mit Pfefferspray einen Feuerwehr-Großeinsatz an einem Dortmunder Gymnasium ausgelöst. Die Staatsanwaltschaft hat das Verfahren übernommen.

Kirchlinde

, 27.02.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Aus Sicht der Staatsanwaltschaft ist der Pfefferspray-Vorfall, der sich Anfang Dezember 2019 am Bert-Brecht-Gymnasium in Dortmund-Kirchlinde ereignete, noch nicht abgeschlossen.

Aus Sicht der Staatsanwaltschaft ist der Pfefferspray-Vorfall, der sich Anfang Dezember 2019 an einem Dortmunder Gymnasiums ereignete, noch nicht abgeschlossen. © Beate Dönnewald (A)

Nach mehr als zwei Monaten hat die „Akte Pfefferspray am Bert-Brecht-Gymnasium“ die Dortmunder Stadtanwaltschaft erreicht. Solange dauerten die Vorarbeiten der Polizei, insbesondere die Vernehmungen des Beschuldigten und der Zeugen.

Ein 15-Jähriger hatte am 9. Dezember 2019 – nach eigenen Aussagen ungewollt – in einem Flur des Gymnasiums Pfefferspray versprüht. Die in die Schule geschmuggelte Dose gehörte allerdings einem Mitschüler.

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Die Folge war ein Großeinsatz von Polizei, Feuerwehr und Rettungskräften. Knapp 80 Schüler und Lehrer mussten medizinisch versorgt werden, 5 Kinder kamen ins Krankenhaus.

Ermittlungen dauern mindestens bis Ende März

Jetzt ist die Staatsanwaltschaft am Zug. „Das Verfahren ist erst seit kurzem bei uns“, berichtet Staatsanwalt Henner Kruse auf Anfrage. „Bis Ende März werden die Ermittlungen dauern. Wir ermitteln wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung.“

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Wie das Strafmaß ausfallen könnte, dazu wagte Henner Kruse keine Prognose. „Gerade im Jugendstrafrecht lässt sich das generell schwer sagen.“

Ob es auf eine Geldauflage, Sozialstunden, Arrest oder eine Jugendstrafe hinausläuft, hänge auch immer von der Biografie eines Beschuldigten ab. Ein „unbeschriebenes Blatt“ könne mit einer milderen Strafe rechnen.

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