Phoenix-See: Bänke weg wegen Lärm? Der Vorschlag kommt nicht gut an

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Am Phoenix-See sollen Bänke entfernt werden, so schlug ein Anwohner auf der letzten Sitzung der Bezirksvertretung vor. Dieser Vorschlag kam nicht gut an – zumindest nicht auf Facebook.

von Alexandra Wachelau

Hörde

, 16.09.2020, 04:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Raser, Poser, E-Scooter, Kanadische Wildgänse: Neben diesen Problemen ist inzwischen auch nächtliche Ruhestörung durch feiernde See-Besucher ein Streitthema am Hörder Naherholungsgebiet. Ein Anwohner des Phoenix-Sees hat der Bezirksvertretung (BV) Hörde nun vorgeschlagen, Bänke zu entfernen. Die Begründung: Feiernde, trinkende und vor allem laute Gäste blieben bis in die späten Abendstunden darauf sitzen.

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Die BV gab sich gegenüber diesem Vorschlag kritisch und hat vorerst einen Ortstermin am Rudolf-Platte-Weg beantragt. Auch ein weiterer Anwohner des Phoenix-Sees hat sich gegenüber dieser Redaktion geäußert und war der Meinung, dass fehlende Sitzgelegenheiten nicht gegen die Partyszene helfen werden. Dabei schlägt der anonyme Anwohner bereits vor, die Bänke vom Rudolf-Platte-Weg alternativ an den Phoenix-See zu stellen.

Unser Artikel wird bei Facebook intensiv kommentiert. Die Mehrheit der User spricht sich dabei gegen das Entfernen der Bänke aus. Andere sprechen von einem grundsätzlichen Problem am Phoenix-See.

„Party wird es auch ohne Bänke geben“

„Mit dem verschwinden der Bänke ist es auch nicht getan“, kommentiert eine Userin unter dem Artikel. Eine weitere Nutzerin führt diese Meinung weiter aus: „Als ob die Bänke daran schuld sind. Die setzen sich auch auf den Boden oder eine Treppe und machen so weiter krach. Wenn das so stört muss er eben regelmäßig die Polizei wegen Ruhestörung rufen. Geht woanders ja auch nicht anders“.

Ein Großteil der User kritisiert zudem, dass ohne Bänke körperlich angeschlagene oder alte Menschen tagsüber nicht mehr den See besuchen könnten. „Bänke sollen verschwinden, damit ältere Leute oder schwangere Frauen sich nicht mal ausruhen können!“, schreibt ein User. Eine weitere schreibt: „Bänke sind für eine Rast, für ältere und jüngere, um sich auszuruhen, oder einfach dort zu sitzen und die Natur zu genießen. [...] Party wird es auch ohne Bänke geben“.

Mehr Präsenz des Ordnungsamtes verlangt

Die Vorschläge zur Verbesserung der Situation verlangen mehrheitlich eine stärkere Präsenz von Autoritätsfiguren. „Einfach mal öfters kontrollieren und rigoros durchgreifen“, schreibt ein User, „Wie wäre es mit regelmäßigen und strengeren Kontrollen!“, endet eine der bereits zitierten Nutzerinnen. „Wo ist das Ordnungsamt der Stadt Dortmund?“, fragt ein anderer User.

Dabei wird der Phoenix-See bereits häufig vom Ordnungsamt kontrolliert – bis mindestens 21.30 Uhr, in Sondereinsätzen sogar bis spät in die Nacht, so die Polizei.

Hinweis der Redaktion: Die Fehler befinden sich in den Originalkommentaren auf Facebook, es wurden im Sinne der Authentizität keine Korrekturen vorgenommen.

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