Picknick statt Parken: Kaiserviertel zeigt, was man alles mit Parkfläche machen kann

hzStraßenfest

Normalerweise suchen Anwohner des Kaiserviertels auf dem Robert-Koch-Platz freie Parkplätze. Am Freitag suchten sie aber eher die Begegnung mit anderen Bewohnern.

Kaiserstraßenviertel

, 23.09.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Wo sonst Autos stehen, standen am Freitagnachmittag Kuchenstände, Pavillons, Lastenräder und ein Einhorn-Planschbecken. Und wo sonst Pkw über das Kopfsteinpflaster rollen, hockten Kinder und malten ebendiese Pflastersteine mit Kreidefarbe bunt an.

Zum weltweit stattfindenden Parking Day hatte sich auch die Nachbarschaftsinitiative Ka!sern mit den Gewerbetreibenden rund um den Robert-Koch-Platz sowie einigen lokalen Organisationen wie Bethel oder der Fabido-Einrichtung zusammengetan, um einen Nachbarschaftstreff zu organisieren und zu zeigen, was man mit dem Robert-Koch-Platz machen könnte - wäre es eben kein Parkplatz. „Das ist so ein schöner Ort, den muss man einfach beleben“, so Karola Jaschewski von Ka!sern. Im Vordergrund stand das Thema Nachhaltigkeit.

Picknick statt Parken: Kaiserviertel zeigt, was man alles mit Parkfläche machen kann

Das Planschbecken hatte aufgrund des Wetters zwar kein Wasser, ein Platz zum Spielen für die Kinder war es trotzdem. © Verena Schafflick

Belebt wurde der Platz unter anderem mit Rollrasen und verschiedenen Aktionen. Diese wurden von den Gruppen, aber auch von den Anwohnern selber organisiert. So hatten sich Claudia Wiesenmüller und ihre Partnerin Ulrike Otte überlegt, eine Spielecke mit Hinkeln, Seilspringen und Brettspielen einzurichten. „Wir haben uns gefragt ‚Was haben wir früher gespielt?‘, erklärt Wiesenmüller. Kinder könnten heute in der Stadt ja nicht mehr auf der Straße spielen.

Höhepunkt war ab 18 Uhr ein gemeinsames Picknick an einer langen Tafel quer über den Robert-Koch-Platz.

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