Piko-Park bringt Kunst und Natur zwischen Vonovia-Wohnhäuser in Westerfilde

hzNeuer Treffpunkt

Die Blumen blühen, die Bienen summen – es wird merklich Sommer, auch zwischen den Vonovia-Wohnhäusern am Luftschacht in Westerfilde. Denn dort hat am Freitag der Piko-Park eröffnet.

Westerfilde

, 26.05.2019, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Noch hängen keine Beeren an den Büschen. Die Rosen sind noch nicht aufgegangen. Trotzdem summt und brummt es schon ordentlich im neuen Piko-Park zwischen den Vonovia-Häusern Am Luftschacht in Westerfilde. Denn die Wildblumen blühen bereits in voller Pracht.

„Weil zwei Mieterinnen im letzten Sommer immer fleißig gegossen haben“, erklärt Projektleiterin Birgit Netz-Gerten vom Wissenschaftsladen Bonn (Wila). Der Wila setzte sich für nachhaltige Stadtentwicklung ein und hat ein bundesweites Pilotprojekt ins Leben gerufen, zu dem die rund 300 Quadratmeter große Fläche zwischen Am Luftschacht und Kiepeweg gehört.

Piko-Park bringt Kunst und Natur zwischen Vonovia-Wohnhäuser in Westerfilde

An den einzelnen Stationen im Piko-Park sind Schilder angebracht, die die Funktion der Pflanzen und Mauern erklären. © Verena Schafflick

Wila hat die Vonovia als Partner gewonnen. Der Wohnungsgesellschaft gehört die Fläche. Vonovia hat sich auch finanziell am Piko-Park beteiligt. Der größte Förderer ist das Bundesamt für Naturschutz. Insgesamt soll das Projekt in Westerfilde rund 30.000 Euro gekostet haben.

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Circa 20.000 Euro sind in das Anlegen und in die Bepflanzung des Parks gegangen. Auch die Anwohner waren aufgerufen, Ideen einzubringen. Sie sollen auch das Projekt weiter fortführen und sich um den Erhalt der Anlage kümmern. Zumal die Förderung im September 2021 ausläuft. „Vielleicht findet sich dann ein Pate“, hofft Birgit Netz-Gerten.

Piko-Park bringt Kunst und Natur zwischen Vonovia-Wohnhäuser in Westerfilde

Es kreucht und fleucht schon Am Luftschacht. Die heimischen Wildblumen wurden bereits vergangenes Jahr gepflanzt und blühen deswegen bereits. © Verena Schafflick

Aber so weit ist es noch nicht. Am Freitag wurde der Piko-Park erst einmal eröffnet. Nicht etwa die vielfältigen heimischen Pflanzen stechen hier ins Auge, sondern vor allem die neue Mosaikbank, die Robert Kaller mit vielen kleinen Helfern geschaffen hat. Denn der Mosaik-Experte hat die Bank zusammen mit Kindern aus der Westerhaus-Grundschule, der Reinoldi-Sekundarschule sowie der OGS Westerhaus gebaut.

Den Antrag darauf hat unter anderem Mieterin Monika Hohmann gestellt. Und die war am Freitag hellauf begeistert. Neben den Farben gefällt ihr auch die Form: „An die geschwungene Bank kann man sich anlehnen“, freut sie sich. Auch auf der gegenüberliegenden Trockenmauer kann man sitzen. Geld für den Bau der Mosaikbank gab es vom Stadtteilfonds.

Piko-Park bringt Kunst und Natur zwischen Vonovia-Wohnhäuser in Westerfilde

Robert Kaller ist Mosaikbauer aus Dortmund. Zusammen mit Schülern aus der 1. bis 10. Klasse hat er in Westerfilde verschiedene Mosaik-Projekte gemacht. Nun auch die Sitzbank aus Beton. © Verena Schafflick

Nun ist ein Park entstanden, der nicht nur zum Verweilen einlädt, sondern sich auch als Treffpunkt anbietet. Vor Schäden fürchtet Birgit Netz-Gerten sich nicht: Zum einen würden die Anwohner sich gut kümmern, „zum anderen sind die Pflanzen sehr robust“.

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