Pokémon-Go-Fans parken in Vorgärten – die Anwohner fühlen sich allein gelassen

Falschparker

Die Großveranstaltung im Westfalenpark hat internationale Pokémon-Go-Fans zusammengebracht. Einige von ihnen haben jedoch die Vorgärten an der Sckellstraße als Parkplätze benutzt.

von Alexandra Wachelau

Westfalenpark

, 08.07.2019, 18:08 Uhr / Lesedauer: 1 min
Pokémon-Go-Fans parken in Vorgärten – die Anwohner fühlen sich allein gelassen

Insgesamt 13 Wagen standen bei der Pokémon-Go-Veranstaltung am Wochenende auf dem Grün der Bewohner an der Sckellstraße. © Thomas Rimmasch

Rund 150.000 Pokémon-Go-Fans sind am Wochenende wieder in den Westfalenpark gekommen, viele davon mit dem Auto. An der Sckellstraße in der Nähe des Westfalenparks haben allerdings einige Besucher in den begrünten Vorgärten geparkt – sehr zum Ärger der Anwohner.

Thomas Rimmasch ist einer von ihnen. „Das ist das erste Mal, dass das in den letzten Jahren passiert ist“, sagt er. Um 8.30 Uhr habe am Sonntag der erste Wagen auf der Grünfläche vor dem Wohnhaus gestanden. Danach seien es immer mehr geworden. Insgesamt 13 Wagen standen am Ende auf der Grünfläche.

Die Grasnarbe, so Rimmasch, sei durch die Hitze bereits beschädigt gewesen – nun seien noch Reifenspuren hinzugekommen. „Ich frage mich auch, wer für den Schaden aufkommt“, sagt er.

Dem Veranstalter sind „die Hände gebunden“

Norbert Labudda, Veranstalter des Pokémon-Go-Fests, sagt, dass er auf privatem Gelände nicht eingreifen könne. „Ich habe bereits mit den Anwohnern geredet. Allerdings sind uns bei Privatgrundstücken die Hände gebunden, solange keine Feuerwehrzufahrten versperrt sind“, sagt er. Stattdessen sollten sich die Anwohner direkt an die Falschparker wenden, um bei dem erzeugten Schaden Anzeige zu erstatten.

Labudda sagt jedoch, dass es im nächsten Jahr mehr Parkhinweise für die Besucher geben werde. „Wir werden das Problem nicht ignorieren“, verspricht er.

Thomas Rimmasch hofft, dass bei der nächsten Veranstaltung, den Juicy Beats, nicht noch mehr Falschparker auftauchen.

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