Politik muss Angst nehmen

09.01.2008, 17:56 Uhr / Lesedauer: 1 min

Eving In einem offenen Brief an die "Evinger Demokraten" hat der Integrationsbeauftragte der NRW-Landesregierung, Thomas Kufen, auf Anfrage noch einmal Stellung bezogen zu der Diskussion um den Minarettbau an der Hessischen Straße.

Er schreibt u.a.: "Ich halte es für selbstverständlich, dass Menschen ihre Religion frei ausüben können. Diese Religionsfreiheit ist Teil unserer Verfassungsordnung. Zu dieser Freiheit gehört auch, dass Muslime in Dortmund oder in anderen Städten Moscheen bauen, damit sie ihren Glauben nicht länger in Hinterhöfen ausüben müssen. Ich halte es weiterhin für selbstverständlich, dass Sorgen und Ängste der Bürger Ernst genommen werden. Es gehört zu den Aufgaben der Politik, den Menschen diese Ängste zu nehmen, indem Verwaltung und Politik zusammen mit den Bauherren aufklären und informieren.

Und ich halte es für selbstverständlich, dass eine Moschee auch ein Minarett haben kann. Für manche ist ein Minarett aber ein Symbol für einen kulturellen Wandel, der ihnen Unbehagen und Angst macht. Diese Angst ernst zu nehmen, halte ich für wichtig. Es ist daher wichtig, dass die Bauträger und die Bürger vor Ort gemeinsam und offen über diese Frage diskutieren. Wie sagt ein türkisches Sprichwort so schön: 'Miete kein Haus, miete gute Nachbarn'".

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