Polizei selbst auf Fährte gebracht

DORTMUND Waffen waren seine ganz große Leidenschaft. Anfang vergangenen Jahres fand die Polizei bei einem arbeitslosen Werkzeugmacher haufenweise illegales Material. Ein wahres Arsenal an verbotenen Patronen, Dolchen und Wurf-sternen landete in der Asservatenkammer. Am Mittwoch kassierte der 36-Jährige dafür am Amtsgericht eine Geldstrafe von 300 Euro.

09.01.2008, 18:57 Uhr / Lesedauer: 1 min

"Immer, wenn mich irgendwo ein schönes Stück angelächelt hat, dann habe ich es mir gekauft", begründete der Angeklagte seine Waffenansammlung. Ein Lächeln, das ihn mit der Justiz in Kontakt brachte - wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz. Für den Dorstfelder spielte dieser Punkt offenbar keine Rolle. Er wollte die Waffen einfach nur besitzen. Möglichst groß mussten sie sein. Ob Dolch, Stilett, Spring- oder Schmetterlings-Messer. Keine der bei dem Dortmunder beschlagnahmten Waffen passte in den hauseigenen Küchenblock.

Dass die Polizeibeamten dem 36-Jährigen am 22. Februar 2007 überhaupt auf die Spur gekommen waren, war purer Zufall. Der selbst ernannte "Waffensammler light" hatte es sich sogar selbst zuzuschreiben.

Bei einem handfesten Zoff drohte er einer Dozentin in der Dekra-Akademie an, er könne auch anders. Der Langzeit-Arbeitslose prahlte damals mit einer Handgranate, die er im Rucksack versteckt hatte. 400 Kursteilnehmer mussten evakuiert werden. Im Rucksack fand die Polizei tatsächlich eine Granate, allerdings ohne Sprengstoff, und ein Messer. Logischerweise warfen sie nach dem Vorfall auch mal einen Blick in die Wohnung des 36-Jährigen. Und staunten nicht schlecht, als sie dort ankamen...

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