Verrückt: Temposünderin freut sich, dass die Polizei sie erwischt hat

Geschwindigkeitskontrollen

Gleich an drei unfallträchtigen Straßen im Dortmunder Westen liefen am Mittwoch Geschwindigkeitskontrollen der Polizei. Dabei gingen den Beamten nicht nur Temposünder ins Netz.

Mengede, Huckarde, Lütgendortmund

, 29.10.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Dieser Einsatz der Polizei am Mittwoch (29.10) hat sich ganz offensichtlich gelohnt: Bei einer groß angelegten Geschwindigkeitskontrolle im Dortmunder Westen stellten die Beamten 85 Geschwindigkeitsüberschreitungen fest und ahndeten diese mit Verwarngeldern.

Weitere acht Verkehrsteilnehmer müssen mit einem Bußgeldbescheid rechnen. Gegen sie fertigten die Polizisten entsprechende Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen.

Im Einsatz waren die Polizeibeamten der Kradgruppe an der Provinzialstraße, an der Emscherallee und an der Straße Kammerstück. Ein trauriger Spitzenreiter überschritt die zulässige Höchstgeschwindigkeit gleich um 40 km/h.

Autofahrerin hat seit 20 Jahren keinen Führerschein

Aber nicht nur Temposünder gingen der Polizei ins Netz: So kontrollierten die Beamten gegen 11.20 Uhr eine 57-jährige Autofahrerin aus Waltrop. Auf den Hinweis, dass sie zu schnell unterwegs war, entgegnete sie überraschenderweise, dass sie nun „endlich“ erwischt wurde.

Denn nach eigenen Angaben verlor die 57-Jährige vor etwa 20 Jahren ihren Führerschein. Nach mehrmaligem Scheitern an der MPU (Medizinisch-Psychologische Untersuchung) fahre sie seither ohne Erlaubnis, sagte sie laut Polizei. Die Beamten untersagten ihr die Weiterfahrt. Die Frau erwartet nun ein Strafverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis.

Motorradfahrer ohne Führerschein, dafür mit PTB-Waffe

Und dann gab es noch diesen Fall: Gegen 12.10 Uhr überschritt ein 51-jähriger Motoradfahrer aus Oer-Erkenschwick die zulässige Höchstgeschwindigkeit. Einen Führerschein konnte er nicht vorzeigen. Im Rahmen seiner Kontrolle ergaben sich zudem Hinweise auf den Einfluss von Betäubungsmitteln, die ein positiver Vortest auf Morphine und THC (Tetrahydrocannabinol) erhärtete.

Ein Arzt entnahm ihm in einer Polizeiwache eine Blutprobe. Bei seiner Durchsuchung wurde Betäubungsmittel sowie eine PTB-Waffe gefunden, für die er keinen erforderlichen kleinen Waffenschein besaß.

Die Beamten stellten beides sicher und fertigten Anzeigen unter anderem wegen des Verdachts des Fahrens ohne Fahrerlaubnis, des Fahrens unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln sowie Verstößen gegen das Waffen- und Betäubungsmittelgesetz.

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