Projekt „Miteinander essen“ geht wegen 25.000-Euro-Spende in die nächste Runde

hzSpendenprojekt

Das spendenfinanzierte Projekt „Miteinander essen“ ermöglicht Kindern seit 12 Jahren eine warme Mahlzeit. Das Projekt ist wichtiger denn je: eine neue Gruppe von Kindern rückt in den Fokus.

von Rüdiger Barz

Hörde

, 11.11.2019, 20:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Obwohl das Bildungs- und Teilhabegesetz (BuT) Hilfe anbietet, gibt es nach wie vor großen Bedarf an weiterer finanzieller Unterstützung. Noch immer ist es nicht selbstverständlich, dass jedes Kind eine warme Mahlzeit bekommt oder an kulturellen Aktionen teilnehmen kann.

An dieser Stelle greift das Projekt „Miteinander essen“ der evangelischen Kirche Hörde ein: Die Hörder Schulen und Einrichtungen erhalten in der ersten Phase des Schuljahres 2019/2020 rund 25.000 Euro zur Unterstützung – komplett durch Spenden realisiert.

Wie fing alles an?

Das Hilfsprojekt „Miteinander essen“ startete 2007 aufgrund des Hilferufes der Brücherhof-Grundschule. „Es war ein Stich ins Wespen-Nest“, sagt Martin Pense, Pfarrer und Projektleiter.

Damals zeigte sich, dass sich Kinder aus sozialschwachen Verhältnissen keine Mittagsmahlzeiten leisten können. Die evangelische Kirchengemeinde Hörde bot Hilfe an und schlug die Werbetrommel, damit Geld zur Verfügung gestellt werden konnte. Das Abschiedskonzert der damaligen Kirchenmusikdirektorin Ruth Jürging war der Auftakt zum Projekt „Miteinander essen“. Doch das reichte nicht aus.

Kinder kommen immer zu kurz

„Wir hofften zu Beginn des Projektes noch auf die Politik, doch die ist kläglich gescheitert“, beschreibt Pense. Wie ernst und problematisch die aktuelle Situation ist, schilderten die Vertreter der verschiedenen Einrichtungen während eines Treffens am letzten Dienstag (5. November). Sorgen bereiten den Anwesenden insbesondere die Kinder, die sich in einer „Grauzone“ befinden, die keine Leistungen aus dem BuT erhalten, aber Hilfe benötigen.

Projekt „Miteinander essen“ geht wegen 25.000-Euro-Spende in die nächste Runde

Die Unterstützer des Projektes „Miteinander essen“ rufen zur Spende auf. © Rüdiger Barz

„Vieles können wir nur vermuten,“ sagt Sabine Wiezoreck von der Weingartenschule am See. „Die Hemmschwelle in den Familien ist extrem groß. Oft sind es Familien mit mehreren Kindern und mehreren Jobs. Und auch wenn wir einen Wandel in Hörde spüren, haben wir noch viel Bedarf.“

Britta Hausherr von der Stift-Grundschule bereiten vor allem die Kinder Sorge, die keinen Kitaplatz haben. „Ihnen fehlt das frühzeitige Erlernen eines sozialen Miteinanders.“

„Der Stolz behindert oft, doch durch die Unterstützung können wir viel erreichen“, fasst Schulleiter Jörg Skubinn zusammen.

„Miteinander essen“ wird erweitert

Der Bedarf an finanzieller Hilfe ist nach wie vor sehr hoch, weiß Pense und bedankt sich bei allen Helfern. „Wir haben beschlossen, die Unterstützung auszuweiten. Zukünftig soll es auch ‚geistige Nahrung‘ geben. So soll zum Beispiel Jeki (Jedem Kind ein Instrument) mit unterstützt werden“, berichtet der Pfarrer für die Zukunft.

Spenden für das Projekt

Spendenkonto Ev. Kirchengemeinde Hörde Sparkasse Dortmund IBAN: DE18 4405 0199 0511 0070 54 Verwendungszweck: „Miteinander essen“ Bitte Name und Adresse für die Spendenbescheinigung angeben.
Mehr Infos auf www.hoerde-evangelisch.de/projekt-miteinander-essen/ Ein „Dankeschön-Konzert“ des Projekts findet statt am: 14. Dezember (Samstag), 16 Uhr, Lutherkirche Hörde.
Schlagworte:
Lesen Sie jetzt