Ungewöhnliche Aktion

Protest in Badehose: Aktivisten entern Dortmunder Brunnen

Ungewöhnliche Protestaktion in der Dortmunder City: Ein Dutzend Demonstranten haben am Montagabend in Badeklamotten kurzzeitig zwei Brunnen besetzt. Zwei Aktivisten bekamen Ärger mit der Polizei.
Ein Dutzend Klimaaktivisten enterten am Montag (18.7.) den Europabrunnen an der Kleppingstraße in Dortmunds City.
Ein Dutzend Klimaaktivisten enterten am Montag (18.7.) den Europabrunnen an der Kleppingstraße in Dortmunds City. © Linus Feldmann

Plötzlich saßen sie im Europabrunnen an der Kleppingstraße: 12 Klimaaktivistinnen und -aktivisten haben am Montag (18.7.) gegen 18 Uhr den Brunnen mitten in der Dortmunder City geentert. In Badehosen und Bikinis planschten sie – mit Schwimmreifen und Poolnudeln bewaffnet – bei Temperaturen jenseits der 30 Grad im knöcheltiefen Wasser.

„Performatives Straßentheater“

Die ebenfalls mitgebrachten Plakate offenbarten den ernsten Hintergrund der Aktion, die von den Aktivisten als „performatives Straßentheater“ bezeichnet wurde: Es war ein Protest gegen die in den Augen der Demonstranten „völlig unzureichende Klimapolitik Deutschlands“.

Nach einigen Minuten und einer kurzen Ansprache über ein Megafon zog die Truppe weiter zum Bläserbrunnen auf dem Alten Markt, wo sie ihr Schauspiel wiederholten.

„Das ist eine satirische Aktion“, sagte der Sprecher der Gruppe, Lukas Hufert, unserer Redaktion. Die aktuelle Hitzewelle hänge mit der Klimakrise zusammen. Es müsse bedeutend mehr gegen diese getan werden. „Ein paar Brunnen bringen da nichts.“

Für zwei Aktivisten hat die Aktion ein Nachspiel: Sie wurden nach dem Ende der Protestaktion noch vor Ort von der Polizei angetroffen. Sie bekamen eine Anzeige wegen eines Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz. Die Aktion sei nicht als Demonstration angemeldet gewesen, so ein Polizeisprecher.

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