Prozess gegen mutmaßlichen Kalaschnikow-Schützen von Dortmund beginnt

hzKriegswaffe

In Dortmund steht ein 34-Jähriger wegen einer der aufsehenerregendsten Straftaten der jüngeren Vergangenheit vor Gericht. Die Polizei hatte den Verdächtigen quer durch die Stadt verfolgt.

Dortmund

, 05.12.2019, 09:56 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Munition der weitestverbreiteten Pistole ist 19 Millimeter lang. Die, mit der ein Dortmunder im Sommer in der City unterwegs war, war mehr als doppelt so groß. Er verletzte einen Bekannten mit einem Schuss schwer. Jetzt steht der Gerichtstermin fest.

Dem 34-jährigen Angeklagten wird vorgeworfen, am 12. Juni den anderen Mann vor einem Kiosk an der vielbefahrenen Weißenburger Straße mit einem Kalaschnikow-Gewehr angegriffen zu haben. Am Morgen, gegen 10 Uhr, fielen dort Schüsse, Polizisten sperrten den Bereich weiträumig ab.

Jetzt lesen

Ende September hat die Staatsanwaltschaft auf Anfrage bereits berichtet, dass der Täter ein Kalaschnikow-Sturmgewehr bei sich trug. Jetzt teilt das Landgericht Dortmund mit: Der Mann schoss mit dem Kaliber 7,6 mal 39 Millimeter.

Der Oberschenkelknochen wurde zerstrümmert

Der Angeklagte soll sein Opfer am rechten Bein getroffen „und dort den Oberschenkelknochen zertrümmert haben“, heißt es in der Prozess-Ankündigung des Landgerichts. Der Täter flüchtete und wurde erst am Abend in Eving festgenommen. Das Opfer musste wegen massiven Blutverlustes notoperiert werden.

Der Prozess am Landgericht Dortmund gegen den 34-Jährigen beginnt am 12. Dezember (Donnerstag) um 10 Uhr. Als Wohnort des Beschuldigten wird aktuell die JVA Dortmund (Justizvollzugsanstalt) angegeben.

Nach Hinweisen zweier Dortmunder Waffen-Experten haben wir präzisiert, dass es sich um ein Sturmgewehr und kein Maschinengewehr handelte.
Lesen Sie jetzt