Prozess um Supermarkt-Überfälle: Die Täter kamen durch das Fenster

Landgericht

Nach zwei Supermarkt-Überfällen in Dortmund und Lünen steht einer der mutmaßlichen Täter vor Gericht. Beide Taten liegen schon lange zurück. Der Mann sitzt bereits in Haft.

Dortmund, Lünen

, 26.02.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Weil er zwei Filialen des Discounters Penny überfallen haben soll, muss ein mutmaßlicher Täter sich jetzt vor dem Dortmunder Landgericht verantworten.

Weil er zwei Filialen des Discounters Penny überfallen haben soll, muss ein mutmaßlicher Täter sich jetzt vor dem Dortmunder Landgericht verantworten. © picture alliance / dpa

Bei einem Überfall auf einen Lebensmittel-Discounter in Dorstfeld erbeuteten zwei Räuber im Februar 2005 rund 13.000 Euro. Vier Jahre später ereignete sich eine ähnliche Tat an der Jägerstraße in Lünen. Die Beute dort: rund 11.000 Euro. Seit Dienstag steht einer der mutmaßlichen Täter vor Gericht. Ob er etwas mit den Überfällen zu tun hat, wollte der 34-Jährige zu Prozessbeginn noch nicht verraten.

Verteidiger Marco Ostmeyer regte ein Rechtsgespräch mit den Berufsrichtern und der Staatsanwaltschaft an, um zu erörtern, wie der Prozess möglichst schnell über die Bühne gebracht werden kann. Dieses Gespräch soll nun Anfang März stattfinden.

Frappierende Ähnlichkeiten zwischen beiden Überfällen

Beide Überfälle ähneln sich auf frappierende Art und Weise. In beiden Fällen drangen die maskierten Täter durch ein Fenster in die Büroräume der Supermärkte ein. Dort wurden dann Angestellte mit Waffen bedroht und zum Öffnen des Tresors gezwungen. Bei der Beute soll es sich um die jeweilige Tageseinnahme der Lebensmittel-Discounter handeln.

Der 34-jährige Angeklagte sitzt bereits wegen anderer Straftaten im Gefängnis. Die offensichtlich lange Liste seiner Vorstrafen soll ebenfalls Anfang März erörtert werden. Möglicherweise ist danach mit einem kurzen Prozess zu rechnen. Zeugen sollen vorab nicht geladen werden, teilte das Gericht mit.

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