Psychisch kranker Mann soll Nachbarn mit Luftgewehr beschossen haben

Landgericht

In einem Mietshaus in Huckarde herrscht lange Zeit dicke Luft. Auf dem Höhepunkt der schlechten Stimmung beschießt ein Mieter einen Nachbarn mit einem Luftgewehr. Jetzt steht er vor Gericht.

Dortmund, Huckarde

, 24.06.2019 / Lesedauer: 2 min
Psychisch kranker Mann soll Nachbarn mit Luftgewehr beschossen haben

Mit einem Luftgewehr soll ein psychisch kranker Mann auf seinen Nachbarn geschossen haben. © picture alliance / dpa

Der Beschuldigte gilt als psychisch schwer krank und deshalb wohl nicht schuldfähig. Das Gericht muss allerdings prüfen, ob er zum Schutz der Allgemeinheit unbefristet in eine geschlossene psychiatrische Klinik eingewiesen werden muss. An die Tat will sich der 38-Jährige überhaupt nicht erinnern können. Zu Prozessbeginn gab er jedoch zu, der Besitzer des Luftgewehres gewesen zu sein.

An jenem 22. November 2015 muss ein ziemliches Chaos in dem Haus geherrscht haben. Das spätere Opfer erinnerte sich in seiner Zeugenbefragung so: „Ich saß mit meiner Frau vor dem Fernseher, als wir komische Geräusche auf dem Flur hörten. Ich habe die Tür aufgemacht, da flogen mir schon die Kugeln um die Ohren.“ Der Beschuldigte habe mehrere Schüsse aus dem Luftgewehr auf ihn angegeben. Die Folgen: Schürfwunden. „Und ich hatte blaue Flecken überall.“

Die Polizei brauchte seinerzeit mehrere Stunden und die Hilfe eines Spezial-Einsatzkommandos (SEK), um die Situation zu entschärfen. Erst diesen Beamten gelang es, den heute 38-Jährigen zu entwaffnen und festzunehmen.

„Mit ihm gab es immer nur Ärger“, erinnerte sich der Zeuge. Aus diesem Grund ist er inzwischen auch zusammen mit seiner Frau aus dem Haus weggezogen. „Ich habe mich dort einfach nicht mehr sicher gefühlt“, sagte er den Richtern.

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