Psychosomatik-Klinik verlässt Dortmund

Landschaftsverband baut in Bochum neu

31.05.2007, 19:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die LWL-Klinik Dortmund verliert eine ganze Abteilung und damit demnächst auch einen renommierten Wissenschaftler. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) als Klinikträger führt die eigenständige Disziplin «Psychosomatische Medizin und Psychotherapie» bislang ausschließlich am Standort Dortmund. Vermutlich aber bald schon nicht mehr, sondern dann in Bochum, wo ein Neubau mit 36 vollstationären Betten und acht teilstationären Behandlungsplätzen entstehen soll. In Dortmund sind es noch 44 vollstationäre Betten unter Leitung des Chefarztes Prof. Dr. Stephan Herpertz. Nach einem Vertrag aus dem Jahre 1999 zwischen dem Land NRW und dem LWL ist die Abteilung für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie zugleich Teil des Klinikums der Ruhr-Universität Bochum - deshalb wohl der Umzug. Unter der Federführung von Prof. Herpertz laufen zurzeit Studien zu Magersucht wie auch zu «sozialer Phobie» (wir berichteten). Der Grundsatzbeschluss für den Neubau in Bochum fiel am Mittwoch im Gesundheits- und Krankenhausausschuss des LWL. Dem müsse nun noch der Baubeschluss folgen, so LWL-Sprecher Karl G. Donath. Vor 2009/2010 sei wohl nicht mit dem Neubau zu rechnen. In die frei werdenden Räume in Dortmund sollen zunächst Patienten aus renovierungsbedürftigen anderen Räumen des Klinikareals verlegt werden. bö

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