Star-Hotel in Dortmund: Ein Blick ins Schlafzimmer von Messi und Neymar (mit vielen Fotos)

hzBewachte Etagen

Als der FC Barcelona und Paris Saint-Germain nach Dortmund kamen, war ihr Hotel weiträumig abgesperrt. Jetzt gewährt der Manager des Hauses einen Blick in die abgeschotteten Räume.

Dortmund

, 03.03.2020, 16:35 Uhr / Lesedauer: 2 min

Lionel Messi, Kylian Mbappé oder Neymar Junior: Allein im vergangenen halben Jahr waren einige der absoluten Fußball-Weltstars in Dortmund zu Gast. Übernachtet haben sie alle im selben Hotel.

„Wir sind so ein bisschen spezialisiert auf Fußballteams“, sagt Frank Senger, Manager des Hotels Radisson Blu am Westfalenpark. Eine besondere Rolle spiele die Größe des Hauses mit 190 Zimmern. „Es geht darum, wie abgeschottet die Mannschaft sein kann“, so Senger.

Bis zu 80 Personen kommen mit einer Mannschaft

Ein Fußballtross komme mit bis zu 80 Personen angereist, erzählt der Hotelchef. Und die Spieler bekommen alle Einzelzimmer. In der Regel werde eine komplette Etage freigeräumt und von Security-Mitarbeitern bewacht. Besprechungsräume werden zu Essenssälen, damit die Stars nicht von anderen Hotelgästen belästigt werden.

Ob es in einem dieser Räume vor dem Spiel zum Streit zwischen PSG-Trainer Thomas Tuchel und Stürmer Mauro Icardi kam, wie französische Medien berichten? Der Argentinier soll Gegenstände an Wände geworfen haben, als er erfuhr, abends nicht zu spielen. Der seriöse Hotelchef lächelt und antwortet nicht.

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Das Hotel von Messi und Neymar

Manager Frank Senger öffnet die Türen des Hotels, in dem zahlreiche Fußball-Weltstars in den vergangenen Monaten gewohnt haben.
02.03.2020
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Das Foyer des Hotels Radisson Blu.© Kevin Kindel
Die Fußballstars sieht man in der Regel nicht im Restaurant der normalen Hotelgäste.© Kevin Kindel
Die Trennwand links im Bild kann man entfernen, um die Größe des Saals zu verdoppeln. In solchen Räumen können die Fußballer abgeschottet essen.© Kevin Kindel
In so einem Raum finden die Mannschaftsbesprechungen vor den Spielen statt.© Kevin Kindel
Das Doppelbett der Familiensuite wird an die Wand hochgeklappt, sodass Platz für Massagebänke entsteht.© Kevin Kindel
"Dieses Zimmer ist unsere eierlegende Wollmilchsau", sagt Frank Senger mit Blick auf die flexible Nutzung.© Kevin Kindel
Ganze Etagen werden abgesperrt und bewacht.© Kevin Kindel
Jeder Fußballstar bekommt so ein Schlafzimmer für sich alleine.© Kevin Kindel
Ein beispielhaftes Schlafzimmer der Fußballstars.© Kevin Kindel
So sieht das Badezimmer aus.© Kevin Kindel
So sieht das Badezimmer aus.© Kevin Kindel
Das Hotel Radisson Blu liegt an der B54 nahe des Westfalenparks.© Kevin Kindel

Die internationalen Teams bringen Ernährungsberater und Köche mit, die zusammen mit dem Hotel-Personal Speisepläne umsetzen. Mit Blick auf die Zimmerausstattung sagt Frank Senger aber: „Starallüren gibt es tatsächlich nicht.“

Namen von Gästen nennt er grundsätzlich nicht. Ihm sei aber auch nicht bekannt, dass Lionel Messi diese oder Neymar Junior jene Sonderausstattung gewünscht habe. Die Spieler würden durch die Mannschaftsbetreuer weitgehend abgeschottet.

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Den Teams sei gar nicht so wichtig, Suites einer bestimmten Kategorie zu bekommen. Wichtiger sei es, Zeitpläne verlässlich einzuhalten und die Ruhe der Spieler zu gewährleisten. Ein großes Familienzimmer wird dafür kurzfristig zum Massageraum umgestaltet, indem man das große Doppelbett einfach an die Wand hochklappt.

In der Champions League kann die Planungszeit sehr kurz werden. Zwischen Viertel- und Halbfinale liegen nur zwei Wochen. „Wir wissen, was uns erwarten könnte und sind immer positiv gestimmt, dass die Dortmunder möglichst lange in dem Wettbewerb sind“, sagt Frank Senger.

„Wir haben unser internes Hall-of-Fame-Buch“

Auch wenn kein Hotel leere Zimmer haben will, plane das Team immer so, dass der Gast-Fußballtross untergebracht werden könnte. Durch Mund-zu-Mund-Propaganda habe sich das Haus einen guten Ruf erarbeitet.

Neben den Fußballern sind auch Künstler aus der Westfalenhalle regelmäßig in dem Vier-Sterne-Hotel zu Gast. „Wir haben unser internes Hall-of-Fame-Buch, wo wir uns gerne was reinschreiben lassen“, sagt der Manager: „Aber wir publizieren nicht nach außen, wer bei uns nächtigt.“

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