Radschnellweg – so leicht ließe sich der Dortmunder Westen anbinden

hzRadschnellweg RS1

Der Radschnellweg durch das Ruhrgebiet wird in rund drei Jahren Wirklichkeit. Der Dortmunder Westen soll auch davon profitieren, fordert die örtliche Politik – und hat konkrete Vorschläge.

Lütgendortmund, Marten

, 25.10.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Radschnellweg RS1 soll kommen. Eine schnelle, sichere und einfache Ost-West-Verbindung durch das Ruhrgebiet. Das Geld aus verschiedenen Fördertöpfen steht bereit, die Planfeststellung wird noch etwa drei Jahre dauern.

Die Trasse wird sich nach jetzigen Überlegungen in Dortmund etwas südlich am Verlauf der B1/A40 orientieren. Damit ist nicht gesichert, ob der Radschnellweg auch die beiden Stadtteile Marten und Lütgendortmund streifen wird.

Deshalb machen sich die zuständigen Bezirksvertreter schon lange Gedanken darüber, wie man die Vororte an den Radschnellweg anbinden kann. Die SPD fasst die Überlegungen zusammen. Zwei Fahrradstraßen als Zubringer sind im Gespräch: eine für Marten, eine für Lütgendortmund.

Route beginnt auf dem Marktplatz

Die Route für Lütgendortmund wurde bereits in einem Antrag für die Bezirksvertretungssitzung im September 2019 beschrieben: „Beginn der Zubringerroute zum RS1 ist der Marktplatz Lütgendortmund“, berichtet Erika Wehde, Geschäftsführerin des SPD-Stadtbezirkes.

„Von dort kann die Strecke über vorhandene Straßen geführt werden. Konkret über die Werner Straße, Im II. Westfeld, Im I. Westfeld, Lütgendortmunder Hellweg, Beverstraße, Schorlandstraße“, so Erika Wehde.

Plan besteht seit 2018

Die benötigten Straßen seien alle keine Hauptverkehrsstraßen und könnten ohne großen Aufwand für den Radverkehr als bevorrechtigten Verkehr zur Verfügung gestellt werden. Nur die sichere Überquerung des Lütgendortmunder Hellwegs müsste von Verkehrsexperten erarbeitet werden.

Für die Anbindung Martens an den RS1 greift die SPD auf einen Plan zurück, den das Martener Forum nach Angaben von Joachim Schmittgen (Arbeitskreis Planung und Bürgerbeteiligung) bereits 2018 vorgestellt hat.

Demnach beginnt die Route in der Straße „In der Meile“, quert den Martener Hellweg und führt dann weiter bis zum Ende der Straße unterhalb der Böschung der A40.

Noch hundert Meter bis zum Radschnellweg

Dort macht der Weg eine 90-Grad-Kurve und führt auf festem Untergrund unterhalb der A40 bis zur Kreuzung Planetenfeldstraße/Wittener Straße. Damit kommt der bestehende Weg etwa hundert Meter an die geplante Trasse des RS1 heran, die etwa auf Höhe der Kreuzung Brennaborstraße/Plantenfeldstraße verlaufen soll.

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„Die benötigte Straße ‚In der Meile‘ ist keine Hauptverkehrsstraße und kann ohne großen Aufwand für den Radverkehr als bevorrechtigten Verkehr zu Verfügung gestellt werden“, meint Erika Wehde. Allerdings müsse der Zustand der Straße unterhalb der A40 überprüft und eventuell ausgebessert werden.

Nach Meinung von Erika Wehde müsse dann nur noch der restliche Weg von hundert Metern zum RS1 fahrradfreundlich gestaltet werden.

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