Katastrophale Kreuzung für Radfahrer: Stadt weiß von Problemen

hzRadverkehr

Während die A40-Kreuzungen mit der Dorstfelder Allee eine Radfahrer-freundliche Ampelschaltung haben, beschreibt ein Radfahrer nur zwei Kilometer weiter eine katastrophale Situation.

Dorstfeld

, 27.05.2020, 05:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Vor sechs Jahren habe er sich für eine Radfahrer-freundliche Ampelschaltung an den Kreuzungen der A40 mit der Dorstfelder Allee eingesetzt, so ein Dortmunder, der seinen Namen nicht öffentlich nennen möchte.

„Ich habe mich an die Stadt gewandt, weil die Ampel ständig Probleme gemacht hat“, erzählt er. Einerseits sei die Radfahrer-Ampel häufig ausgefallen, andererseits habe die Schaltung es Radfahrern oft erst bei jeder zweiten oder dritten Grün-Phase der Autofahrer erlaubt, auch zu fahren.

„Viele sind deshalb über Rot gefahren, denn gerade im Regen hat man nicht unbedingt Lust, länger als nötig zu warten“, erklärt der Dortmunder. Inzwischen gibt es an beiden Kreuzungen eine bessere Sensorik, die den Radverkehr an der Stelle beschleunigt.

Problematische Kreuzung ist der Stadt bekannt

Jedoch müsse man nicht viel weiter fahren, um die nächste problematische Kreuzung zu entdecken. Nur gut zwei Kilometer entfernt, an der Kreuzung Brennaborstraße/Hauert/A40 werde der Radverkehr eindeutig benachteiligt, sagt der Dortmunder. „Die Stelle ist für Radfahrer katastrophal.“

Zum einen gebe es nur einen schmalen kombinierten Fuß- und Radweg während die Autos mehrspurig fahren können. Zum anderen sei das Linksabbiegen nur sehr umständlich möglich.

Eine Anfrage an die Stadt Dortmund von 2018 habe ergeben, dass die Problematik bekannt ist. In einer E-Mail bestätigt eine Sachbearbeiterin die geschilderten Schwierigkeiten und listet noch weitere auf.

„Die Lichtsignalanlagen geben dem Rad- und Fußverkehr nur nach Anforderung über Taster grünes Licht“, schreibt sie. „Die Radwege-Führung in Nord-Süd- und Süd-Nord-Richtung endet ohne weitere Fahrmöglichkeiten im Nichts.“ Zudem sei das links Abbiegen in die Brennaborstraße laut Beschilderung zwar eindeutig, aber im eigentlichen Straßenbild nicht wieder zu finden.

Stadt gibt die Verantwortung an Straßen NRW ab

Eine Lösung für das Problem gebe es jedoch nicht, da nicht die Stadt, sondern Straßen NRW für die Kreuzung zuständig sei, so die Sachbearbeiterin. Der Landesbetrieb verwies jedoch darauf, dass an der Stelle eine Zusammenarbeit mit der Stadt Dortmund nötig sei.

„Anfang 2019 bekam ich vom Radfahr- und Fußgängerbeauftragten die Information, dass die Prüfung vor Ort andauert“, erzählt der Dortmunder, der den Prozess in Gang gebracht hat. Bis heute sei allerdings nichts passiert. „Der letzte Stand war, dass es keine Kapazitäten gibt, um sich zeitnah um eine Verbesserung der Verkehrslage an der Kreuzung zu kümmern.“

Eine Anfrage an die Stadt Dortmund, ob es inzwischen einen neuen Sachstand gibt, läuft.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt