Radwege in Dortmund vernetzen: So komfortabel könnten Radfahrer künftig von A nach B kommen

hzRadwege in Dortmund

Die IGA 2027 wirft ihre Schatten voraus. Damit Besucher sich CO2-frei bewegen können, feilt Dortmund an den Radwegen. Und die könnten besser vernetzt werden, meinen zwei Deusener.

Deusen

, 25.11.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Grünen-Politiker Jürgen Utecht (Bezirksvertretung Mengede) hat eine Vision: eine „Fahrrad-Autobahn“, die von Huckarde und Mengede bis zum Hauptbahnhof führt.

Attraktiv sei ein solcher Radschnellweg nicht nur für die Besucher der Internationalen Gartenausstellung (IGA), die 2027 in die Metropole Ruhr und somit auch nach Dortmund kommt.

Auch künftige Arbeitnehmer eines möglichen Gewerbegebietes auf einem ehemaligen Bahngelände könnten den Weg nutzen. Niedernette und Deusen sollen ebenfalls an die Strecke angebunden werden.

Deusener machen einen anderen Vorschlag

Utechts Vorschlag: Das äußerste Gleis der ungenutzten Bahntrasse zwischen Mengede und Hauptbahnhof soll zum Radweg werden. Die Grünen-Ratsfraktion unterstützt dieses Projekt mit einem Zusatzantrag im Verkehrsausschuss.

Allerdings gehört das Gleis, mit dem die Grünen-Politiker liebäugeln, der Bahn. Und für einen Radweg müssten die Schienen entfernt und Asphalt aufgebracht werden. „Zu kompliziert und zu teuer“, finden Peter Strege und Reiner Schramowski.

Die beiden Deusener machen einen anderen Vorschlag: „Einfach, kostengünstig und schneller umsetzbar wäre es, wenn man vorhandene Radwege nutzen und vernetzen würde.“

Startpunkt ist der Radweg am Dortmund-Ems-Kanal

Startpunkt soll der Radweg am Dortmund-Ems-Kanal sein, der sowohl durch Mengede als auch durch Huckarde führt. An den Bootshäusern und dem Gewerbegebiet Deusen vorbei gelangen Radfahrer zum Petroleumhafen.

„Hier müsste man die Deusener Straße queren und weiter in Richtung Franz-Schlüter-Straße fahren“, erklärt Reiner Schramowski. An der Franz-Schlüter-Straße böten sich dann zwei Anbindungsmöglichkeiten an.

Einerseits könnte der Radweg Dortmund-Ems-Kanal durch ein kurzes Verbindungsstück mit dem Emscher-Weg verbunden werden. Andererseits könnte der Radweg Dortmund-Ems-Kanal nach einer Querung der Franz-Schlüter-Straße fortgeführt werden.

Ein neuer Radweg muss angelegt werden

Unterhalb der Rundbogen-Brücken der Bahntrassen, die die Grünen nutzen möchten, könnte der Weg weiter bis zu Roßbachstraße führen. Reiner Schramowski ist den potenziellen Radweg abgefahren.

„Wenn man das Grün zurückschneidet und beispielsweise einen Schotterweg anlegt, wäre das eine sehr idyllische Strecke“, sagt er. Ab der Roßbachstraße könnte der Weg dann an den Radweg in Richtung Dorstfeld angeschlossen werden.

Der Emscher-Weg hingegen würde die Verbindung nach Niedernette sichern und über die Fernstraße den Anschluss an das Nahverkehrsmuseum Bahnhof Mooskamp ermöglichen.

Ein ungenutzter Weg könnte helfen

„Man würde so drei vorhandene Wege nutzen und verbinden“, sagt Peter Strege. Ein ungenutzter asphaltierter Weg am Fuße des Deusenbergs könnte ebenfalls für die Idee von Strege und Schramowski genutzt werden.

Einzig der Weg in die Innenstadt, den Jürgen Utecht anstrebt, ist hier noch nicht berücksichtigt. Hier könnte allerdings die Radwege-Verbindung über Dorstfeld helfen.

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