Der mutmaßliche Täter muss sich jetzt vor dem Landgericht verantworten. © Martin von Braunschweig
Landgericht

Räuber kam mit Heugabel und bedrohte Ehepaar – Prozess gestartet

Mit einem lauten Knall am Tag vor Silvester begannen für ein Brechtener Ehepaar im Jahr 2018 die schlimmsten Momente des Lebens. Jetzt beschäftigt der dramatische Vorfall das Landgericht Dortmund.

Auf der Anklagebank sitzt ein 41-jähriger Mann, der sich unter anderem wegen schweren Raubes vor der Strafkammer verantworten muss. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, am Abend des 30. Dezember 2018 zunächst in den Garten des Brechtener Einfamilienhauses eingedrungen zu sein.

In dem Garten soll er eine Heugabel an sich genommen haben, die der Hausbesitzer dort hinterlassen hatte. Und mit dieser Waffe in der Hand beschloss der 41-Jährige laut Anklage, einen Raubüberfall zu begehen.

1000 Euro Beute

Der Hausbesitzer sagte später bei der Polizei aus, er habe urplötzlich einen lauten Knall gehört, der aus Richtung der Haustür gekommen sei. Auf seinem Weg zur Tür sei er dann bereits auf den Räuber gestoßen, der sich gewaltsam Zutritt zum Haus verschafft hatte.

Angesichts der Heugabel, die der Täter drohend in der Hand hielt, tat das Ehepaar offenbar das einzig Richtige. Als der Räuber nach Handys, Geld und Schmuck fragte, leistete niemand Widerstand. Mit einer Beute im Wert von rund 1000 Euro gelang dem Täter wenig später die Flucht.

Offenbar hatte der Mann zunächst vor, auch noch das Auto des Ehepaares in seinen Besitz zu bringen. Doch obwohl er die Schlüssel mitgenommen hatte, gelang es ihm nicht, den Wagen zu starten.

Der Prozess wird fortgesetzt.

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