Sinan-G (links) zusammen mit Rapper-Kollege Haftbefehl bei einer Filmpremiere 2018. © picture alliance/dpa
Verkehrsunfall

Rapper Sinan-G über Unfall in Dortmund: „Dachte, mein Leben ist vorbei“

Der 33-jährige Rapper Sinan-G aus Essen war an einem Unfall in Dortmund beteiligt. In einem Video schildert er seine Eindrücke und widerspricht Vorwürfen der Polizei.

Sinan-G , 33-jähriger Rapper und Schauspieler („Dogs of Berlin“), hat sich zu dem Unfall geäußert, in den er am 23. Februar (Sonntag) in Dortmund verwickelt war.

Sein Porsche kollidierte in der Nähe des Fredenbaumparks mit der Stadtbahn. Die Polizei geht von einem illegalen Autorennen aus, bei dem Rapper aus Essen zuvor beteiligt gewesen sein soll.

Dem widerspricht Sinan-G in einem Video, das er am Samstag (27. Februar) auf Instagram und Youtube veröffentlicht hat.

Unterwegs zum Videodreh

Sinan-G erklärt, dass er am Sonntagnachmittag nach Dortmund gefahren sei, um ein Video mit dem Youtuber „Mois“ und dem Duisburger Rapper „Maestro“ zu drehen.

Auf der Lindenhorster Straße wollte Sinan-G links abbiegen, um die Fahrrichtung zu wechseln – einen „U-Turn“, der an der Stelle auch erlaubt gewesen sei.

Plötzlich habe der Rapper die Bahn „klingeln“ gehört. Er sei in „Schockstarre“ verfallen: Sinan-G dachte „mein Leben ist vorbei“, als er die Bahn von der Fahrerseite aus auf das offene Porsche-Cabrio zufahren sah.

Er habe nicht gewusst, dass es auf der Lindenhorster Straße Gleise gibt – „Ich komme ja nicht aus Dortmund.“

Im letzten Moment habe sein Gehirn schließlich ein Signal an seinen Fuß gesendet, wie es 33-Jährige in dem Video schildert. Er habe dann Gas gegeben.

Die Straßenbahn habe so statt der Beifahrerseite nur das Heck des Porsches erwischt, wodurch der Wagen auf die andere Straßenseite geschleudert wurde. Das Auto gehöre seinem Bruder.

Kein illegales Rennen gefahren

Nach dem Zusammenprall habe er nicht mehr viel mitbekommen. Er sei wie in „Trance“ gewesen. Sinan-G hätte zwar gehört, dass es vor Ort „Streitereien“ zwischen seinen „Jungs“ und der Polizei gab – worum es ging, allerdings nicht.

Es hätten ihm viele Menschen geholfen, bei denen er sich in dem Video bedankt – auch bei dem Dortmunder Rettungsdienst und den Mitarbeitern des Krankenhauses.

Der 33-Jährige sei bei dem Unfall noch glimpflich davon gekommen. Zwar habe er einige Prellungen, Kopf- und Nackenschmerzen sowie noch Schmerzen im Beckenbereich beim Gehen, aber „ich bin einfach am Leben Digga“, stellt er fest.

Die Vorwürfe der Polizei, an einem illegalen Straßenrennen teilgenommen zu haben, weist er mehrfach in dem Video zurück.

Er verabscheue Rasen, fahre selbst nur selten Auto und ermahne auch als Beifahrer immer, langsam zu fahren. Der Rapper habe auch nicht sein Smartphone am Steuer benutzt und sei auch nicht über Rot gefahren.

Sinan-G gesteht in dem Video ein, dass er noch immer an den Unfall denken muss – besonders an die auf ihn zufahrende Bahn. Deshalb mahnt er: „Nicht rasen“, „fahrt vorsichtig“ und „passt auf euch auf!“

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
1990 im Emsland geboren und dort aufgewachsen. Zum Studium nach Dortmund gezogen. Seit 2019 bei den Ruhr Nachrichten. Findet gerade in Zeiten von Fake News intensiv recherchierten Journalismus wichtig. Schreibt am liebsten über Soziales, Politik, Musik, Menschen und ihre Geschichten.
Zur Autorenseite
Avatar
Lesen Sie jetzt