Der Rapper und Schauspieler Sinan G. (Mitte) aus Essen ist bei einem Unfall in Dortmund offenbar leicht verletzt worden. © picture alliance/dpa/elemag pictures/RBB/ARTE
Unfall

Rapper und Netflix-Star soll an Unfall in Dortmund beteiligt gewesen sein

An dem spektakulären Unfall zwischen einem Porsche und einer Straßenbahn in Eving war offenbar ein bekannter Rapper und Schauspieler beteiligt. Bei der Unfallaufnahme kam es zu Tumulten.

An der Lindenhorster Straße im Dortmunder Stadtteil Eving war am Sonntag (23.2.) ein Porsche mit der Stadtbahn der Linie U 49 kollidiert. Die Polizei geht davon aus, dass dem Unfall ein illegales Autorennen voran ging.

In dem Porsche saß offenbar Sinan-G, ein 33-jähriger Rapper und Schauspieler aus Essen. Das berichten Personen aus dem Umfeld von Sinan-G auf Instagram und in einem Video auf Youtube mit über 300.000 Abrufen.

Die Dortmunder Polizei bestätigt die Identität des Unfallbeteiligten nicht.

Sinan-G wurde durch die Serie „Dogs of Berlin“ bekannt

Neben seiner Musik ist Sinan-G vor allem durch eine Hauptrolle als Clan-Boss in der Netflix-Serie „Dogs of Berlin“ bekannt geworden.

Der Bericht über seinen Unfall auf dem Kanal des Youtubers „Mois“ ruft deshalb viele Reaktionen hervor. Nach der Schilderung zweier Augenzeugen sei die „Crew“ des Rappers vor Ort gewesen, um ein Video zu drehen.

Rapper wird an den Beinen verletzt, entlässt sich aber selbst aus der Klinik

Sie seien von einem Knall aufgeschreckt worden und hätten dann im Unfallfahrzeug Sinan-G eingeklemmt vorgefunden.

Er sei an den Beinen verletzt worden. Die beiden Freunde berichten, dass sich Sinan-G zwischenzeitlich selbst aus dem Krankenhaus entlassen habe, in der Nacht aber wieder mit Schmerzen dorthin zurückgekehrt war.

Tumulte bei der Unfallaufnahme

Weil Personen die Szenerie gefilmt hätten und Freunde von Sinan-G das verhindern wollten, habe es Aufregung gegeben. In dem Video von „Mois“ ist ein kurzer Ausschnitt zu sehen, in dem Polizisten vor einer Gruppe von Männern stehen.

Es wird geschrien, ein Polizist fordert die Gruppe auf, sich zu beruhigen. In dem Youtube-Beitrag erklärt ein Freund von Sinan-G die emotionale Reaktion mit dem Schock über den Unfall. Er kritisiert aber auch das „unkorrekte“ Verhalten der Polizisten, die Personen gestoßen und mit dem Einsatz von Pfefferspray gedroht hätten.

Polizeisprecherin Amanda Nottenkemper bestätigt die „Tumulte“ am Unfallort. „Es gab dort sehr große Emotionen. Es ist schade, dass die Kollegen so wertvolle Zeit für die Beweisaufnahme verloren haben“, sagt Nottenkemper.

Polizei geht von illegalem Autorennen aus

Die Polizei geht nach wie vor davon aus, dass der Porsche an einem illegalen Autorennen auf der Lindenhorster Straße beteiligt war. Ein weiteres beteiligtes Fahrzeug ist nach bisherigen Erkenntnissen vom Unfallort geflüchtet.

Die Polizei sucht nach Hinweisgebern auf das zweite Fahrzeug und den Unfallhergang.

Keiner der Fahrgäste der Bahn wurde verletzt. „Die Situation war gefährlich“, sagt Polizeisprecherin Amanda Nottenkemper. „Jeder muss verstehen, dass die Polizei in Dortmund bei Thema Raser überhaupt keinen Spaß versteht.“

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Redaktion Dortmund
Seit 2010 Redakteur in Dortmund, davor im Sport- und Nachrichtengeschäft im gesamten Ruhrgebiet aktiv, Studienabschluss an der Ruhr-Universität Bochum. Ohne Ressortgrenzen immer auf der Suche nach den großen und kleinen Dingen, die Dortmund zu der Stadt machen, die sie ist.
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