Raser neben Kinderstagesstätte: Polizei erwischt 234 Schnellfahrer

Polizei Dortmund

Die Polizei hat am Mittwoch eine hohe Anzahl an Rasern erfasst - direkt nebenan liegt eine Kindertagesstätte. Vor den Konsequenzen der Raserei warnt die Polizei.

Brackel

von Antonia Telgmann

, 15.10.2020, 14:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Polizei hat am 14. Oktober Geschwindigkeitsmessungen in der Varziner Straße und der Holzwickeder Straße entdeckt. Nebenan befindet sich in der Holzwickeder Straße eine Kindertagesstätte. Die Folgen eines Unfalls wären groß.

Die Polizei hat am 14. Oktober Geschwindigkeitsmessungen in der Varziner Straße und der Holzwickeder Straße entdeckt. Nebenan befindet sich in der Holzwickeder Straße eine Kindertagesstätte. Die Folgen eines Unfalls wären groß. © dpa (Symbolbild)

Drei Stunden lang überwachte die Dortmunder Polizei am 14. Oktober (Mittwoch) auf der Holzwickeder Straße den Verkehr. Deutlich viele Autos waren viel zu schnell unterwegs. Die Autofahrer fuhren bis zu 21 km/h schneller als erlaubt. Direkt neben dem Messgerät steht eine Kindertagesstätte.

Kinder in der Nähe der Fahrbahn sind hier also Realität. Es gilt Tempo 30. Doch trotz Schild fuhren 234 Autos von 1624 laut Polizeiangaben zu schnell. Die Polizei bekräftigt diese Zahl sei viel zu hoch.

Raserei mit Folgen

In den meisten Fällen fuhren die Autos auf der Holzwickeder Straße zwischen 10 und 21 km/h zu schnell. Was für Konsequenzen eine derartige Geschwindigkeitsübergrenzung haben kann, zeigen Zahlen: Bei 51 km/h beträgt der Anhalteweg ungefähr 40 Meter.

Wer für das Reagieren länger als eine Sekunde (Faustformel) braucht, würde mehr als 40 Meter bis zum Anhalten brauchen. Läuft ein Kind über die Straße und ist 20 Meter entfernt, hilft jede schnelle Reaktion nichts. Es kommt zu einem Unfall. Bei 30 km/h könnte der Unfall verhindert werden (Bremsweg 18 Meter).

Auch auf der Varziner Straße kontrollierte die Polizei mit einem Messgerät die Geschwindigkeiten der fahrenden Autos. Auch hier war ein Transporter deutlich über dem Tempolimit. Die Polizei möchte Aufmerksamkeit für das Thema schaffen. Alle sollen die eigene Fahrweise überprüfen.