Ratskeller: Im elften Jahr geht‘s nun ums Überleben

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Für Silke und Marc Bosiacki kommt es im Moment knüppeldick - so wie bei allen Gastronomen in Dortmund. Die Pächter des Aplerbecker Ratskellers versuchen sich halbwegs über Wasser zu halten.

Aplerbeck

, 26.03.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die beiden führen den Ratskeller jetzt im elften Jahr. „Und es ist das erste Mal, dass wir so richtig Angst haben“, sagen Silke und Marc Bosiacki. Für ihre beiden Angestellten haben sie jetzt Kurzarbeitergeld beantragt. Was bleibt ihnen auch anderes übrig?

Es ist so einiges weggebrochen in der historischen Gaststätte unter dem Amtshaus. Der Ratskeller, der sich in den vergangenen Jahren auch wieder als Restaurant einen Namen gemacht hat, ist in Sachen Veranstaltungen die Nummer eins im Stadtbezirk.

Zahlreiche Veranstaltungen weggebrochen

So gab es zahlreiche Mottopartys, aber auch Konzerte. So geben sich bei der Reihe „Jazz im Ratskeller“ bekannte Musiker seit mittlerweile 10 Jahren die Klinke in die Hand. Und auch das Partyvolk kommt auf den Mallorca- oder Halloweenpartys auf seine Kosten.

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Das Coronavirus macht hier erst einmal einen Strich durch die Rechnung. Gäste dürfen nicht mehr rein. „Wir bieten im Moment noch für Abholungen ein Speiseangebot von 16 bis 21 Uhr an und beliefern auch die Kunden“, so der Gastronom. Eine Sonderkarte ist im Angebot. Auffangen kann das die Verluste aber nicht. Die Einnahmen daraus seien lediglich ein Notstopfen. „Wir müssen ja irgendwas tun“, so der Pächter. Im Ratskeller hofft man auf die großen Feste, die in diesem Jahr noch im Stadtbezirk anstehen. Aber auch hier herrscht noch Skepsis.

„Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Künstlermarkt im Mai schon stattfinden kann“, so Marc Bosiacki. „Wenn dann auch das Bierfest noch kippt, dann wird es ganz schwierig.“ Das soll vom 17. bis 19. Juli stattfinden. Die Hoffnung bleibt.

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