Reaktionen auf den ÖPNV-Warnstreik: „Asozial sind diese Gewerkschaften“

hzVerkehrschaos

Der ÖPNV in Dortmund stand still. Wegen eines Warnstreiks fielen am Dienstag (29.9.) viele Busse und Bahnen aus. Das hatte ein Verkehrschaos zur Folge – das im Netz fleißig kommentiert wurde.

von Franka Doliner

Dortmund

, 29.09.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Verdi legt am Dienstag (29.9.) den Nahverkehr in Nordrhein-Westfalen lahm. Schüler kommen nicht pünktlich zum Unterricht, Berufstätige stehen auf dem Weg zur Arbeit im Stau.

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Viele Dortmunder zeigen sich in den sozialen Medien nicht begeistert über den ganztägigen Wahnstreik, zu dem die Gewerkschaft aufgerufen hat. Im Netz finden sich nur wenige Nutzer, die den Streik des öffentlichen Dienstes unterstützen.

„Schämt euch Gewerkschaften“

Dieser Meinung sind einige Nutzer in den sozialen Netzwerken. Ein weiterer Facebook-Nutzer findet klare Worte, wie er den Warnstreik in Pandemie-Zeiten findet: „Asozial sind diese Gewerkschaften, unfassbar. Sie wissen, dass die Kassen der Städte leer sind, die Leute sind im öffentlichen Dienst mit sicherem Job und verdienen gutes Geld. Andere haben Kurzarbeit, den Job verloren, wissen nicht mehr wie es weitergeht. Eigentlich müssten alle zusammenhalten und dann kommen jetzt bei leeren Kassen diese asozialen Forderungen. Schämt euch Gewerkschaften“.

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Fahrrad statt Nahverkehr - für die Umwelt

Umweltbewegungen wie Fridays for Future, Extinction Rebellion und Co. fordern das Auto stehenzulassen und auf den öffentlichen Nahverkehr umzusteigen. Wenn der aber still steht, kein Bus das Depot verlässt und keine Bahn sich rührt, ist der Umstieg schwierig, meint ein weiterer Facebook-User.

Er schreibt: „Und dann wird einem geraten auf Bus und Bahn umzusteigen. Wegen der Stickoxide und dem Feinstaub. Wenn die allerdings nicht zuverlässig fahren, funktioniert das nicht“.

Ein Nutzer auf der Plattform Instagram hat da einen Tipp: „Ein Grund mehr aufs Fahrrad umzusteigen“, schreibt er in seinen Kommentar und versieht ihn mit einem Fahrrad-Emoji.

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Warnstreik sorgt in Dortmund für volle Straßen

Vom Warnstreik in Teilen des öffentlichen Dienstes war vor allem der ÖPNV betroffen – viele Staus waren die Folge. So war der Warnstreik in Bildern.
29.09.2020
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Vom Warnstreik in Teilen des öffentlichen Dienstes war vor allem der ÖPNV betroffen – viele Staus waren die Folge.© Schaper
In der Märkischen Straße hat es sich am Dienstag gestaut.© Oliver Schaper
Auch diese Station war am Morgen verwaist.© Schaper
Auf der B1 in Höhe der TU, Richtung Stadtmitte, lief der Verkehr entspannt.© Schaper
In der Märkischen Straße hat es sich am Dienstag gestaut.© Oliver Schaper
In der Märkischen Straße hat es sich am Dienstag gestaut.© Oliver Schaper
In der Märkischen Straße hat es sich am Dienstag gestaut.© Oliver Schaper
Der Haltestellen-Knotenpunkt Schulte-Rödding in Eving war am Morgen verwaist.© Schaper
Der Stuttgarter Idrees Hajan ist um halb 4 morgens aufgebrochen, da er am Mittag ein Vorstellunggespräch in Dortmund hat. Vom Streik wusste er nichts.© Schiebener
Vom Warnstreik in Teilen des öffentlichen Dienstes war vor allem der ÖPNV betroffen – viele Staus waren die Folge.© Schaper
Vom Warnstreik in Teilen des öffentlichen Dienstes war vor allem der ÖPNV betroffen – viele Staus waren die Folge.© Schaper
Vom Warnstreik in Teilen des öffentlichen Dienstes war vor allem der ÖPNV betroffen – viele Staus waren die Folge.© Schaper
Vom Warnstreik in Teilen des öffentlichen Dienstes war vor allem der ÖPNV betroffen – viele Staus waren die Folge.© Schaper
Vom Warnstreik in Teilen des öffentlichen Dienstes war vor allem der ÖPNV betroffen – viele Staus waren die Folge.© Schaper
Vom Warnstreik in Teilen des öffentlichen Dienstes war vor allem der ÖPNV betroffen – viele Staus waren die Folge.© Schaper
Am Hauptbahnhof folgte ein Taxi dem nächsten.© Schiebener
Die Straßen im Dortmunder Nordosten wirkten voller als an anderen Tagen.© Schröter
Auf der B1 war es in beide Richtungen ziemlich voll, der Verkehr lief dennoch relativ zügig.© Kindel
Auf der Lindemannstraße und der Wittekindstraße war es stadteinwärts auch ziemlich voll.© Kindel
An der Station Schulte-Rödding weisen Displays auf den Streik hin.© Schröter
Auf der Kreuzstraße wurde es in den letzten Minuten vor Unterrichtsbeginn des Leibniz-Gymnasiums zunächst voll...© Kindel
... ehe der Stau nach Schulbeginn so schnell ging, wie er kam.© Kindel
Tanja Rohr war zu Besuch bei ihrer Mutter, wusste von dem Streik und bestellte sich rechtzeitig ein Taxi. Mit dem ICE ging es dann anschließend weiter nach Leipzig.© Schiebener
Auf der Hohen Straße standen auch viele Autos vor den Ampeln, dennoch ging es auch hier relativ zügig.© Kindel
Die Ruhrallee (B54) war stadteinwärts hingegen rappelvoll.© Kindel
Taxis füllten sich hier im Minutentakt.© Schiebener
Ist dies das "trostloseste Foto des Bahnstreiks 2020"?© Kindel
Wer trotz der geschlossenen Station an der Kampstraße die Treppen runterlief, hat sich die tägliche Sporteinheit gespart.© Schiebener
Ruhrallee-Stau soweit das Auge reicht.© Kindel
Das Fortbewegungsmittel der Wahl: Das Fahrrad.© Schaper
Auch wenn hier am Stadtgarten noch eine Riege von Leihrädern ungenutzt blieb.© Schiebener

Stau in Dortmunds Innenstadt

Einen vermeintlichen Ratschlag, wie die Dortmunder das Verkehrschaos umgehen können, gibt es wiederum von einem Facebook-Nutzer: „Auto ist eh besser, die Bahnen und Busse sind besonders morgens komplett überfüllt“.

Die Idee das Auto statt der Bahn zu nehmen, hatte allerdings nicht nur er. Wer am Dienstagmorgen über die Märkische Straße in die City wollte, brauchte Zeit. Der Warnstreik sorgte auf vielen Straßen in der Dortmunder Innenstadt für Staus. „Ich habe heute für eine Strecke von 3,8 Kilometern mit dem Auto etwa 60 Minuten gebraucht“, berichtet beispielsweise eine Nutzerin auf Instagram.

„Ich habe auf sowas keinen Bock mehr“, kommentiert ein weiterer. Er kann nur hoffen, dass es bei einem Streiktag bleibt.

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