Reaktionen auf die Weihnachtsmarkt-Absage: „Aufbau stoppen, Geld sparen“

hzKeine Weihnachtsstadt 2020

Mit gemischten Gefühlen reagieren die Dortmunder in den sozialen Medien auf die Absage des Weihnachtsmarktes. Auch zur Riesen-Tanne sind die Meinungen gespalten.

Dortmund

, 30.10.2020, 22:10 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Wollt ihr uns echt Weihnachten nehmen?!“ und „Was wird das für ein Weihnachten dieses Jahr“, heißt es in den Kommentaren der Social Media Plattform Facebook, nachdem am Donnerstag (29.10.) die Absage des Dortmunder Weihnachtsmarktes angekündigt wurde.

Die Stadt Dortmund sehe zur Absage der diesjährigen Weihnachtsstadt keine Alternative, gibt sie in einer Pressemitteilung bekannt. Um dieses Thema kreisen seitdem viele Kommentare auf Facebook.

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Facebook-Nutzer zeigen sich emotional aber verständnisvoll

Die Diskussionen sind hitzig. Doch es werden viele befürwortende Stimmen laut: „Richtig so“, heißt es unter anderem, oder „es ist sehr sehr schade, aber ABGESAGT gehört der Weihnachtsmarkt dieses Jahr in JEDER Stadt!“ und „dann halt Glühweinabend und Weihnachtsmusik gesellig Zuhause“, schlägt eine Nutzerin vor.

Bei vielen Kommentaren scheint eine allgemeine Akzeptanz der Situation durch. „Alles andere wäre bei den rasant steigenden Corona-Zahlen in dieser Stadt verantwortungslos gewesen“, heißt es somit an einer Stelle. „Schade, wirklich schade“, schreibt eine andere Nutzerin.

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Sorge um das verlorene Weihnachtsgeschäft der Schausteller

Mitgefühl wird insbesondere gegenüber der Schausteller deutlich: „Für die Schausteller tut es mir besonders leid. Ich hoffe, dass sie die schwere Zeit wirtschaftlich überleben“, äußert sich ein Facebook-Nutzer. Außerdem wird sich über mögliche Lösungen ausgetauscht: „Vielleicht könnte man den dann in den Januar ziehen, damit die Schausteller zumindest einen Teil der Verluste dieses Jahres wieder Wett machen können.“

Trotzdem bleibt die Frage, ob denn der Weihnachtsmarkt tatsächlich eine Gefahr darstellen würde. Schließlich sei doch ein Hygienekonzept in Aussicht gestellt worden. „Würde man logisch denken, wäre die Öffnung mit vernünftigen Hygienekonzept das Beste, wenn es um eine Verringerung des Infektionsgeschehens geht“, lautet somit ein Kommentar.

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Einige Facebook-Nutzer vermuten außerdem, dass es ohnehin zu Menschenansammlungen kommen werde, diese sich nun nur verlagern würden: „Alles was die Menschen nach draußen treibt und vernünftige Hygienekonzepte aufweist, ist sicherer als die Verdrängung in private Räume!“, argumentiert daher ein Nutzer für den Weihnachtsmarkt.

Der Baum soll stehenbleiben als „ein Zeichen der Normalität“

Ob trotz der Weihnachtsmarkt-Absage der Baum weiterhin aufgebaut werden soll, darüber gibt es bisher noch keine eindeutige Entscheidung von Seiten der Stadt. Auch in der Kommentarspalte bei Facebook herrscht Uneinigkeit: „Was ne blöde Frage, stehen lassen natürlich. Weihnachten fällt doch nicht aus“, so die Reaktion eines Nutzers.

Auch andere Facebook-User störe es nicht, wenn der Baum stehenbleiben würde. Sie sind der Meinung, die Verträge seien ohnehin abgeschlossen und die Vertragspartner auf das Geld angewiesen. „Sowohl der Gerüstbauer, wie der Baumzüchter rechnet fest mit dem Geld“, der Nutzer findet außerdem: „Für mich ist der Baum ein kleines Zeichen Normalität, in Zeiten die nicht normal sind!“

„Aufbau stoppen, Geld sparen“, heißt es an anderer Stelle. Dazu äußern die Nutzer sogar schon Meinungen, was mit den Ressourcen geschehen könnte: „Das Gerüst kann bei den Sanierungen der Schulen und Kitas besser genutzt werden!“, sagt ein Nutzer. „Das Geld, was man für diesen Weihnachtsbaum ausgegeben hätte, vielleicht mal in die Obdachlosen investieren“, schreibt eine andere Nutzerin.

Hoffnungen auf das nächste Jahr

Anderen Facebook-Nutzern scheint das Ergebnis der Diskussion zweitranging. Sie wünschen vor allem: „Bleibt gesund.“ Ein anderer blickt hoffnungsvoll in die Zukunft: „Es bleibt zu hoffen, das sich die Lage im kommenden Jahr so entspannt, das dann wieder ein Weihnachtsmarkt möglich ist.“

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