Nach Großbrand am Hafen: Recyclinghof dankt seinen „Schutzengeln“

hzHafen

Im Dortmunder Hafen ist es Ende Juni bei einer Recyclingfirma zu einem Großbrand gekommen. Zwei Passanten haben Schlimmeres verhindert – die Firma hat sie jetzt ausfindig gemacht.

Hafen, Dortmund

, 23.07.2020, 07:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Große Flammen, ein über zehn Stunden dauernder Feuerwehreinsatz und eine Warnung der Warn-App Nina. Das ist die grobe Bilanz des Großbrandes der sich Ende Juni auf dem Hof der Recyclingfirma Drekopf an der Franziusstraße am Dortmunder Hafen ereignete.

Jetzt hat die Firma die beiden Personen ausfindig gemacht, die maßgeblich mit dafür gesorgt hatten, dass das Ganze nicht noch schlimmer wurde.

„Wenn die nicht reagiert hätten, hätte das eine Katastrophe werden können“, sagt Philipp Kayna vom Unternehmen im Gespräch mit der Redaktion einige Wochen nach dem Brand.

Jetzt lesen

In der Nacht zum 30. Juni (Dienstag) hatten mehrere Müllcontainer – die nach Angaben der Feuerwehr hauptsächlich mit Papier und Holz befüllt waren – Feuer gefangen.

Den Auslöser für das Feuer führten die Brandermittler der Polizei bereits am Tag danach auf eine „elektrische Brandursache“ im benachbarten Mischmüll zurück, der auch Batterien enthalten habe.

„Größerer betrieblicher Schaden verhindert“

Vier solcher Boxen standen lichterloh in Flammen. Das große Glück für die Firma waren die zwei Passanten, die von der Franziusbrücke aus gegen 1 Uhr nachts den Feuerschein bemerkten und umgehend reagierten. Von dieser Brücke ist das Firmengelände zum Teil einsehbar.

Der Blick von der Franziusbrücke auf das Gelände der Firma - von hier hatten die Passanten den Feuerschein bemerkt.

Der Blick von der Franziusbrücke auf das Gelände der Firma - von hier hatten die Passanten den Feuerschein bemerkt. © Wilco Ruhland (Archiv)

Sie alarmierten die Feuerwehr, die die weitere Ausbreitung des Feuers glücklicherweise schnell verhindern konnte.

„Durch die Zivilcourage von Herrn Lippinksi und Herrn Özcan, die unmittelbar nach der Sichtung der ersten Flammen die Feuerwehr und die Polizei verständigt haben, konnte der Brand durch die Feuerwehr schnellstmöglich eingedämmt und ein größerer betrieblicher Schaden verhindert werden“, teilt das Unternehmen zusätzlich schriftlich mit.

Geschäftsführer Martin May, Personalleiter Erwin Marx und der Betriebsratsvorsitzende Oliver Griebner machten ihre beiden „Schutzengel“ mit Hilfe der Feuerwehr ausfindig.

Geschäftsführer Herr Martin May (1.v.r), Personalleiter Herr Erwin Marx (1.v.l.), sowie Betriebsratsvorsitzender Herr Oliver Griebner (Mitte), bedankten sich bei den Herren Lippinski (2.v.l.) und Özcan (2.v.r.) für ihre Zivilcourage, durch die der Brand schnellstmöglich durch die Feuerwehr eingedämmt werden konnte.

Geschäftsführer Herr Martin May (1.v.r), Personalleiter Herr Erwin Marx (1.v.l.), sowie Betriebsratsvorsitzender Herr Oliver Griebner (Mitte), bedankten sich bei den Herren Lippinski (2.v.l.) und Özcan (2.v.r.) für ihre Zivilcourage, durch die der Brand schnellstmöglich durch die Feuerwehr eingedämmt werden konnte. © Firma Drekopf

Vor Ort dankten sie ihnen in der Woche nach dem Brand im Namen des Unternehmens und der gesamten Belegschaft mit einem kleinen Präsent für ihren Einsatz.

„Es roch mindestens drei Tage lang“

Die Einschränkungen für die Firma hielten sich unterdessen in Grenzen. Der Betrieb hatte am Folgetag „ein paar Einschränkungen“ durch den andauernden Feuerwehr-Einsatz, der bis nach 11 Uhr mittags ging.

Und „es roch auch noch mindestens drei Tage lang nach Feuer“, sagt Philipp Kayna, der sein Büro unweit des Brandortes hat. Der Geruch war in der Brandnacht auch der Grund, warum die Feuerwehr über die App NINA eine amtliche Warnung hinausschickte.

Fenster und Türen sollten wegen der „starken Geruchsbelästigung“ geschlossen bleiben. Messungen der Feuerwehr ergaben aber, dass es zu keiner gefährlichen Schadstoffbelastung gekommen war.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Großbrand bei Recyclingfirma im Dortmunder Hafen

Mit über 80 Einsatzkräften und mehreren Löschfahrzeugen bekämpfte die Feuerwehr Dortmund in der Nacht zum Dienstag (30. Juni) einen Großband auf dem Gelände eines Recyclingbetriebs im Dortmunder Hafen.
30.06.2020
/
Bei dem Brand auf dem Gelände des Recyclingbetriebs sind mehrere Tonnen Papier, Pappe und Sperrgut abgebrannt. Zeitweise brauchte die Feuerwehr 5.000 Liter Wasser pro Minute, um das brennende Material abzulöschen.© Helmut Kaczmarek
Bei dem Brand auf dem Gelände des Recyclingbetriebs sind mehrere Tonnen Papier, Pappe und Sperrgut abgebrannt. Zeitweise brauchte die Feuerwehr 5.000 Liter Wasser pro Minute, um das brennende Material abzulöschen.© Helmut Kaczmarek
Bei dem Brand auf dem Gelände des Recyclingbetriebs sind mehrere Tonnen Papier, Pappe und Sperrgut abgebrannt. Zeitweise brauchte die Feuerwehr 5.000 Liter Wasser pro Minute, um das brennende Material abzulöschen.© Helmut Kaczmarek
Bei dem Brand auf dem Gelände des Recyclingbetriebs sind mehrere Tonnen Papier, Pappe und Sperrgut abgebrannt. Zeitweise brauchte die Feuerwehr 5.000 Liter Wasser pro Minute, um das brennende Material abzulöschen.© Helmut Kaczmarek
Bei dem Brand auf dem Gelände des Recyclingbetriebs sind mehrere Tonnen Papier, Pappe und Sperrgut abgebrannt. Zeitweise brauchte die Feuerwehr 5.000 Liter Wasser pro Minute, um das brennende Material abzulöschen.© Helmut Kaczmarek
Bei dem Brand auf dem Gelände des Recyclingbetriebs sind mehrere Tonnen Papier, Pappe und Sperrgut abgebrannt. Zeitweise brauchte die Feuerwehr 5.000 Liter Wasser pro Minute, um das brennende Material abzulöschen.© Helmut Kaczmarek
Bei dem Brand auf dem Gelände des Recyclingbetriebs sind mehrere Tonnen Papier, Pappe und Sperrgut abgebrannt. Zeitweise brauchte die Feuerwehr 5.000 Liter Wasser pro Minute, um das brennende Material abzulöschen.© Helmut Kaczmarek
Bei dem Brand auf dem Gelände des Recyclingbetriebs sind mehrere Tonnen Papier, Pappe und Sperrgut abgebrannt. Zeitweise brauchte die Feuerwehr 5.000 Liter Wasser pro Minute, um das brennende Material abzulöschen.© Helmut Kaczmarek
Bei dem Brand auf dem Gelände des Recyclingbetriebs sind mehrere Tonnen Papier, Pappe und Sperrgut abgebrannt. Zeitweise brauchte die Feuerwehr 5.000 Liter Wasser pro Minute, um das brennende Material abzulöschen.© Helmut Kaczmarek
Bei dem Brand auf dem Gelände des Recyclingbetriebs sind mehrere Tonnen Papier, Pappe und Sperrgut abgebrannt. Zeitweise brauchte die Feuerwehr 5.000 Liter Wasser pro Minute, um das brennende Material abzulöschen.© Helmut Kaczmarek
Bei dem Brand auf dem Gelände des Recyclingbetriebs sind mehrere Tonnen Papier, Pappe und Sperrgut abgebrannt. Zeitweise brauchte die Feuerwehr 5.000 Liter Wasser pro Minute, um das brennende Material abzulöschen.© Helmut Kaczmarek
Bei dem Brand auf dem Gelände des Recyclingbetriebs sind mehrere Tonnen Papier, Pappe und Sperrgut abgebrannt. Zeitweise brauchte die Feuerwehr 5.000 Liter Wasser pro Minute, um das brennende Material abzulöschen.© Helmut Kaczmarek
Bei dem Brand auf dem Gelände des Recyclingbetriebs sind mehrere Tonnen Papier, Pappe und Sperrgut abgebrannt. Zeitweise brauchte die Feuerwehr 5.000 Liter Wasser pro Minute, um das brennende Material abzulöschen.© Helmut Kaczmarek
Bei dem Brand auf dem Gelände des Recyclingbetriebs sind mehrere Tonnen Papier, Pappe und Sperrgut abgebrannt. Zeitweise brauchte die Feuerwehr 5.000 Liter Wasser pro Minute, um das brennende Material abzulöschen.© Helmut Kaczmarek

Lesen Sie jetzt

Auf einem Firmengelände am Hafen ist in der Nacht ein großes Feuer ausgebrochen. Die Feuerwehr war mit vielen Kräften und Spezialgerät vor Ort. Erst am Mittag war der Einsatz beendet.

Lesen Sie jetzt