Reinigung des Ekel-Tunnels: Anwohner widersprechen EDG-Sprecherin

Bürger-Frust

Nicht nur der Ekel-Tunnel ist ein Aufreger. Jetzt erhitzt auch noch eine EDG-Aussage die Gemüter. Ihren Unmut machen Bürger an einem konkreten Paragrafen fest.

Lütgendortmund

, 19.01.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Reinigung des Ekel-Tunnels: Anwohner widersprechen EDG-Sprecherin

Der vollgekotete Tunnel muss regelmäßig intensiv gereinigt werden, fordern Anwohner. Die EDG sieht das anders. © Stephan Schütze

Annegret und Herbert Lerch sind genervt. Schon lange bemühen sie sich darum, dass der von Tauben vollgekotete Ekel-Tunnel am Lütgendortmunder Hellweg/Beverstraße regelmäßig gereinigt wird.

Von der Entsorgung Dortmund GmbH (EDG) haben sie und alle, die dort unterwegs sind, dafür nun die rote-gelbe Karte bekommen. Denn laut EDG-Sprecherin Petra Hartmann sei eine regelmäßige Reinigung der Gehwege und Fahrbahn mit einem Hochdruckreiniger aus Kostengründen nicht möglich.

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„Wir müssen verkehrssichernd reinigen, für ästhetische Reinigungen sind wir nicht zuständig“, sagte sie im Gespräch mit dieser Redaktion. Gleichzeitig versprach sie aber, dass ein EDG-Team die Flächen zeitnah intensiv reinigen werde. Ansonsten könne man dort zwei Mal pro Woche nur Großkehr- und Kleinkehrmaschinen einsetzen.

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Paar kontert mit Paragraf

Das Ehepaar Lerch kontert mit Paragraf 1, Absatz 2, der Straßenreinigungs- und Gebührensatzung der Stadt. Darin heißt es: „Die Reinigung umfasst die Reinigung der Fahrbahnen und Gehwege (...). Die Straßenreinigung beinhaltet die Entfernung aller Verunreinigungen von der Straße, die die Hygiene oder das Stadtbild nicht unerheblich beeinträchtigen oder eine Gefährdung des Verkehrs darstellen können.“ Verkehr schließe doch die Fußgänger ein.

Unter Berücksichtigung dieser Satzung seien die Ausführungen der EDG-Sprecherin nicht nachvollziehbar, so die Lerchs.

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