Rekordbaum endet diesmal in exakt 45,11 Meter Höhe

DORTMUND Mit 45 Metern ist Dortmunds Weihnachtsriese im Guinness-Buch der Rekorde verewigt. Er maß sogar schon einmal 46,30 Meter. Gespannt ob er noch gewachsen ist, waren am Montag Schüler des Fritz-Henßler-Berufskollegs, die ihn vermessen durften.

von Von Ulrike Böhm-Heffels

, 17.11.2008, 14:31 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mit professionellem Gerät wurde der Weihnachtsbaum vermessen.

Mit professionellem Gerät wurde der Weihnachtsbaum vermessen.

Dass das spätere Rekordmaß von 46,30 Metern nicht neu im Guinness-Buch der Rekorde aufgeführt wurde, wundert Ulrich Selter heute noch: "Wir bekamen keinerlei Reaktion auf unser Messergebnis." Vor drei Jahren war's, als der Lehrer vom Fritz-Henßler-Berufskolleg mit den angehenden Vermessungstechnikern den Rekord vom Rekord maß. Damals zierte ihn noch die wenig geliebte rote Stern-Spitze, die auch als "Blitzableiter" in die Annalen des Weihnachtsmarktes einging. Mit Winkelberechnungen zum aktuellen Ergebnis

Am Montag zogen 21 Schüler der Mittelstufe wieder los, gut gerüstet mit Nivellierungsgeräten, Messstangen, etc.. Für eine halbe Stunde lag der Hansaplatz voll in ihrem Visier. Eine Gruppe zielte von zwei Standpunkten aus die Baumspitze an. Über Zenit- und Horizontalwinkel und eine entsprechende Formel berechneten sie die exakte Baumhöhe: "45,11 Meter", sagt Lehrerin Annette Kant und Kollege Selter benennt das Messverfahren: "Turmhöhenbestimmung mit dem horizontalen Hilfsdreieck." Aha!Vermessungstechniker in spe Auch die übrige Schülerschar blieb nicht untätig. Annika Früh (24), Delia Grewig (20) und Michael Wittkamp (18), drei Vermessungstechniker in spe und zurzeit im zweiten Lehrjahr, "umzingelten" mit ihrem Messgerät den großen Hansaplatz und bezogen zig Standorte für ihre Nivellierung. Lehrerin Kant erklärt, warum: "Als Ergänzungsverfahren zu unserer Höhenbestimmung, weil uns auf dem Hansaplatz durch die bereits aufgestellten Weihnachtsbuden die freie Sicht fehlt."

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt