Restaurant „El Cadoro“ ist geschlossen – aber kein Opfer der Krise

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Mit den Corona-Lockerungen von Mittwoch dürfen Restaurants ab dem 11. Mai wieder öffnen. Doch im „El Cadoro“ bleiben die Lichter aus. Der Sohn des Wirts erklärt den Abschied von Marten.

Marten

, 07.05.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zehn Jahre lang stand Mihajlo Vujic in der Küche seines Steakhauses „El Cadoro“ an der Martener Straße 265. Zuletzt hatte er noch mit Hilfe seines Sohnes Nemanja Vujic einen Abholservice angeboten, weil er sein Restaurant wegen des Corona-Kontaktverbots schließen musste.

Doch seit dem 30. April ist das Restaurant komplett geschlossen. Anders als das Café Blickpunkt in Lütgendortmund ist das Steakhaus jedoch kein Opfer der Corona-Krise geworden. „Die Schließung war geplant, wir haben den Pachtvertrag bereits im Januar gekündigt“, sagt Nemanja Vujic.

Zu der Zeit habe er auch die Stammkunden informiert. „Viele waren natürlich traurig und haben gesagt, dass es dann gar nichts mehr in Marten gibt“, sagt der Sohn des Wirts. „Aber viele hatten auch Verständnis.“

Es gibt ein neues Restaurant in Bochum

Denn das Restaurant habe sich seit einiger Zeit nicht mehr rentiert. „Das liegt vor allem am Umfeld und daran, dass wir weder einen Biergarten noch einen Parkplatz anbieten konnten“, sagt Nemanja Vujic. Sein Vater sei nun erleichtert, das Restaurant mitsamt des Inventars abgegeben zu haben. Ob und wann dort ein neues Restaurant eröffnet, ist noch unklar.

Mihajlo Vujic zog wegen der Jugoslawien-Kriege in den 1990er-Jahren mit seiner Familie nach Bochum und arbeitete insgesamt 35 Jahre lang als Koch. Das letzte Jahr bis zu seinem Ruhestand wird er -so weit es trotz der Corona-Krise möglich ist - mit Urlauben in der Heimat verbringen.

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„Und er greift natürlich dem Sohnemann unter die Arme, wo er kann“, sagt Nemanja Vujic, der den Kochlöffel sozusagen von seinem Vater übernommen hat. Denn parallel zum Abschied von Marten hat Nemanja Vujic ein Restaurant in Bochum übernommen. Seit dem 1. April führt er das „Burgerado“ in Bochum.

„Deshalb fällt der Abschied auch nicht so schwer, ich habe mich einfach riesig auf die neue Herausforderung gefreut“, sagt Nemanja Vujic. Zunächst habe er auch mit dem „Burgerado“ nur einen Lieferdienst anbieten können. Dass er das Restaurant an der Große Beckstraße 13 am Montag erstmals öffnen darf, ist für ihn eine tolle Nachricht.

„Burgerado“ nach sieben Jahren übernommen

Das „Burgerado“ gibt es bereits seit sieben Jahren. Nemanja Vujic hat mit dem Pachtvertrag auch das Inventar übernommen. Die Zeit der erzwungenen Schließung hat er für kleinere Renovierungsarbeiten genutzt.

Nun läuft die Planung für die Eröffnung am Montag auf Hochtouren. „Wir müssen schauen, wie wir hier die Vorgaben umsetzen können“, sagt er. Die Verluste, die das „El Cadoro“ und auch das „Burgerado“ in der Zwischenzeit gemacht haben, seien schwierig wieder reinzuholen.

„Aber wir geben unser Bestes“, sagt Nemanja Vujic.

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