Rewe, Edeka, Aldi und Co. äußern sich zu möglicher Sonntags-Öffnung in Dortmund

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Die Supermärkte in NRW dürfen wegen der Corona-Krise jetzt auch sonntags öffnen. Mindestens ein Dortmunder Laden hat seinen Kunden das auch schon angekündigt. So äußern sich die Unternehmen.

Dortmund

, 25.03.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit der Ausbreitung des Coronavirus sind zahlreiche Einschränkungen des öffentlichen Lebens verbunden. Supermärkte sind hingegen weiter geöffnet - und dürfen wegen der Ausnahmesituation jetzt auch sonntags kassieren. Ein Edeka-Markt in Hamburg hat in der vergangenen Woche etwa angekündigt, sonntags zwei Stunden lang ausschließlich für Senioren zu öffnen.

Auf Anfrage unserer Redaktion heißt es von Edeka Rhein-Ruhr für Dortmund: „Die Märkte werden von selbstständigen Kaufleuten verantwortet und geführt, dabei entscheiden sie eigenständig, ob und in welchem Umfang sie ihre Öffnungszeiten aufgrund der aktuellen Situation anpassen.“ Allerdings habe sich der Edeka-Verbund grundsätzlich gegen eine Öffnung der Märkte am Sonntag ausgesprochen.

Auch die anderen großen in Dortmund vertretenen Ketten wollen Sonntags-Öffnungen vermeiden. Eine Rewe-Sprecherin teilt etwa mit: „In Anbetracht der aktuellen Situation einer stabilen Warenversorgung sehen wir keine Notwendigkeit, die Öffnungszeiten zu verändern.“

Dabei hatte ein Rewe-Markt im Dortmunder Süden per Aushang zunächst angekündigt, am Sonntag zu öffnen. Auf telefonische Nachfrage unserer Redaktion hörten wir aber: „Nein, wir öffnen nicht sonntags.“

Die Mitarbeiter bräuchten in dieser Ausnahmesituation einen Tag ohne Einsatzzeit im Markt: „Sie arbeiten seit Wochen hart an der Belastungsgrenze und machen einen fantastischen Job“, sagt Sprecherin Kristina Schütz.

„Mitarbeiter brauchen Ruhephasen“

Auch Aldi Nord betont: „Unsere Mitarbeiter brauchen Ruhephasen, um Kräfte zu sammeln, sich zu erholen, Zeit mit ihren Partnern und Familien zu verbringen. Aus diesem Grund plant Aldi Nord derzeit keine Verlängerung der Öffnungszeiten sowie auch keinen Sonntagsverkauf.“

Lidl beobachte die aktuellen Entwicklungen sehr genau, heißt es: „Zum jetzigen Zeitpunkt haben alle Filialen zu den gewohnten Öffnungszeiten geöffnet, aktuell planen wir nicht, diese auszuweiten.“ Die Situation werde bei Lidl täglich neu bewertet.

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Auch bei Netto sei keine Sonntags-Öffnung geplant. „Bereits aktuell sind viele Kollegen aufgrund der verstärkten Nachfrage an den Grenzen ihrer Belastbarkeit“, sagt Sprecherin Christina Stylianou: „Diese Situation würde durch eine Öffnung am Sonntag weiter verschärft werden.“

Dabei betonen alle Anbieter unisono, die Versorgung der Bevölkerung sei weiterhin bundesweit stabil sichergestellt. Zwar gebe es für manche Produkte gerade eine erhöhte Nachfrage, die Märkte würden aber ständig neu beliefert. Demnach besteht keinerlei Anlass für Hamsterkäufe, wie sie vielerorts offenbar geschehen.

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