Mord an Schülerin: Dem Schalla-Prozess droht das Aus

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Im Prozess um den Mord an der Schülerin Nicole-Denise Schalla ist eine der Richterinnen weiter erkrankt. Das Verfahren muss dringend fortgesetzt werden - sonst platzt der Prozess.

Dortmund

, 19.02.2020, 04:15 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Mordfall Nicole-Denise Schalla beschäftigt das Dortmunder Schwurgericht bereits über ein Jahr. Und aktuell ist unklarer als jemals zuvor, ob das Verfahren wie geplant zeitnah zu Ende gebracht werden kann. Seit Anfang Januar ist eine Richterin erkrankt. Und langsam wird die Zeit knapp.

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Weil es in Strafverfahren feste Fristen gibt, innerhalb derer die Verhandlung fortgesetzt werden muss, können die Richter nicht einfach abwarten, bis die Kollegin wieder gesund ist. Und das heißt: Ist bis Anfang März keine Verhandlung möglich, muss das Verfahren ausgesetzt und in neuer Besetzung von vorne begonnen werden.

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Dieses Szenario möchte am Landgericht jeder unbedingt vermeiden. Denn klar ist: Sobald die Richter einen Beschluss zur Aussetzung verkünden müssten, müssten sie auch über die Fortdauer der Untersuchungshaft des Angeklagten Ralf H. aus Castrop-Rauxel entscheiden.

Der Angeklagte Ralf H. beteuert seine Unschuld.

Der Angeklagte Ralf H. beteuert seine Unschuld. © Martin von Braunschweig

Weitere DNA-Analysen wurden in Auftrag gegeben

H. bestreitet seit seiner Festnahme, etwas mit dem Mord zu tun zu haben. Belastet wird er allerdings von einer DNA-Spur, die im Oktober 1993 an der unbekleideten Leiche der 16-jährigen Schülerin gesichert worden ist. Diese Spur ist nach Auskunft von Gutachtern eindeutig ihm zuzuordnen.

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Zuletzt hatte das Gericht die Nach-Untersuchung weiterer DNA-Spuren in Auftrag gegeben. Über das Ergebnis ist noch nichts bekannt.

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