Riesenbaustelle an der Schüruferstraße startet später als geplant

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Die Schüruferstraße und die Baustellen – das ist seit 2016 eine feste Beziehung. Zum „Jahrestag“ sollte im September der letzte Bauabschnitt starten. Doch dem steht etwas im Weg.

Aplerbeck

, 16.08.2018, 18:11 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Kanalarbeiten in der Schüruferstraße im Abschnitt zwischen Nagelpötchen und Rodenbergstraße sollten nach den bisherigen Plänen des städtischen Eigenbetriebs Stadtentwässerung Ende September 2018 beginnen. Die Aufträge für den Kanalbau und die anschließende Straßenerneuerung sind bereits vergeben.

Doch auf Anfrage dieser Redaktion zum Stand der Planungen erklärt Stadtsprecher Maximilian Löchter: „Das Vergabeverfahren konnte wegen einer Einwendung noch nicht rechtsverbindlich abgeschlossen werden.“ Die Einwendung werde derzeit juristisch geprüft, deshalb könne die Stadt aus „datenschutzrechtlichen Gründen“ nichts zu ihrem Inhalt

Schüruferstraße wird nicht vor 2020 fertig

Fest steht nur: Der Baustart wird sich verzögern. Weitere Details zum neuen Bautermin stellt Maximilian Löchter für Ende August in Aussicht.

Damit verschiebt sich auch der Zeitpunkt der Fertigstellung, der bisher für Ende 2019 festgelegt war. Der Austausch der veralteten Kanalrohre dauert laut der Stadtentwässerung zwölf bis 14 Monate. Bis wieder alles normal läuft auf der Schüruferstraße wird es 2020 sein.

Schon 2016/2017 ging auf der Schüruferstraße zeitweise gar nichts

Während der Kanalbauarbeiten wird die Schüruferstraße abschnittsweise voll gesperrt. Das ist notwendig, da der zu erneuernde Kanal mittig unter der Straße verläuft. Nach den Kanalbauarbeiten stellt das Tiefbauamt die Fahrbahn wieder her.

Bereits zwischen Sommer 2017 und Mai 2018 hatten Arbeiten an der Versorgungsleitungen von Donetz die Schüruferstraße zeitweise immer wieder außer Funktion gesetzt. Es gab viele Diskussionen zwischen Bürgern, Gewerbetreibenden und der Verwaltung über die Folgen der Baustelle.

Im Juni standen plötzlich wieder Baustellenampeln auf der Schüruferstraße. Der Landesbetrieb Straßen.NRW hatte diese aufgestellt – und das aus Sicht der Stadt und von Aplerbecker Lokalpolitikern viel zu kurzfristig angekündigt. Zwischen Kneebuschstraße und B236 staute sich mal wieder der Verkehr.

Auch ohne die Riesenbaustelle wird genug gebuddelt an der Schüruferstraße

Es wird auch ohne die große Kanalbaustelle weitergebuddelt an der Straße, die von Aplerbeck bis an den Phoenix-See in Hörde führt. Seit Ende Juli erneuert Donetz eine Gashochdruckleitung auf rund 600 Metern zwischen Hausnummer 253 und der Erlenbachstraße. Bis Anfang September dauern diese Arbeiten, die größtenteils auf dem Gehweg stattfinden und den Verkehr deshalb kaum stören.

An der Kreuzung zur Erlenbachstraße ist die Fahrbahn verengt. Donetz hatte diesen Schritt bewusst auf einen Zeitpunkt vor Beginn des Kanal- und Straßenausbaus gelegt, um eine Beschädigung der neuen Straßenoberfläche zu vermeiden. Vorher sei eine Erneuerung der Gasleitung aus technischen Gründen nicht möglich gewesen.

Donetz passt die Termine der Stadt ab

„Das hätte zu einer zusätzlichen Verkehrsbehinderung in der Erlenbachstraße geführt, die Donetz vermeiden wollte. Noch dazu kann die Leitung nur außerhalb der Heizperiode außer Betrieb genommen werden, da sie eine wichtige Rolle für die Versorgungssicherheit spielt“, schrieb das Unternehmen in einer Mitteilung von Ende Juli.

Es gibt noch weitere Baustellen an der Schüruferstraße. Auf Höhe des Kreisverkehrs zur Hermannstraße in Hörde sorgt der Neubau von Wohnhäusern für Einschränkungen. Zudem ist noch eine Gehwegerneuerung in Höhe der Hausnummern 305-319 im Gange, die aber bis Ende der Woche abgeschlossen sein soll.

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