Romberghöfe – noch ist nichts von großen Neubauplänen zu sehen

hzAm Rombergpark

Ein Feuer im schon längst verlassenen Gutshaus am nördlichen Ende des Rombergparks machte Schlagzeilen. Eigentlich sollten das im Mai 2020 aber ganz andere sein.

Brünninghausen

, 15.05.2020, 20:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit Jahren liegt der Gutshof am Rombergpark im Dornröschenschlaf. Eigentlich sollte es das verlassene Gebäude schon längst nicht mehr geben. Die Abrissbagger hätten schon lange da sein sollen – um Platz für die „Romberg-Höfe“ zu schaffen.

Passiert ist augenscheinlich wenig - stattdessen hat es in dem verfallenen Gebäude gebrannt. Eine Gruppe Jugendlicher soll Feuer in dem Gebäude gelegt haben. Es gab vier Verletzte. Die Baupläne beeinflusst das Feuer aber nicht.

Das alte Gutsgebäude. Dort war jetzt ein Feuer ausgebrochen.

Das alte Gutsgebäude. Dort war jetzt ein Feuer ausgebrochen. © RN Archiv

Fast genau ein Jahr ist es her, dass die Pläne für die Romberghöfe vorgestellt wurden. Bereits im Februar 2019 hatte der Rat seinen Segen für die Änderung des Bebauungsplans für das ehemalige Gut Brünninghausen am Nordrand des Rombergparks und einen städtebaulichen Vertrag mit der Investorengemeinschaft für die Romberghöfe gegeben.

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Etwas später, im April, kündigte die Investorengemeinschaft mit Detlef Notte und Carsten Böker an, nun „Nägel mit Köpfen“ machen zu wollen – unter anderem für ein Hotel, ein Restaurant und einen großen Biergarten. Noch 2019, hieß es, könnte der Abriss der alten Gebäude beginnen. Vor Ort ist davon im Mai 2020 aber nichts zu sehen. Was ist passiert, dass nichts passiert ist?

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So sieht es derzeit rund um das alte Gut am Rombergpark aus

Gitter vor den Fenster, aber auch offene Türen, durch die man einfach ins Gebäude kommt. Tauben, die aus den Fenstern fliegen und viel Müll und Graffiti auf dem Gelände und an den Wänden. Die Fläche neben dem schönen Rombergpark ist derzeit mehr als unansehnlich.
15.05.2020
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So sieht es derzeit auf dem Gelände aus. © Britta Linnhoff
So sieht es derzeit auf dem Gelände aus. © Britta Linnhoff
So sieht es derzeit auf dem Gelände aus. © Britta Linnhoff
So sieht es derzeit auf dem Gelände aus. © Britta Linnhoff
So sieht es derzeit auf dem Gelände aus. Ein Blick Richtung Rombergpark. © Britta Linnhoff
Diese Tür steht einfach offen. © Britta Linnhoff
Hier neben dem Haltepunkt Rombergpark liegt die Fläche. © Britta Linnhoff
So sieht es derzeit auf dem Gelände aus. © Britta Linnhoff
So sieht es derzeit auf dem Gelände auf. © Britta Linnhoff

„Das Bauantragsverfahren läuft“, sagen Carsten Böker und Detlef Lotte von der Investorengemeinschaft Romberghöfe unisono. Aber ein Genehmigungsverfahren dauere halt für ein so großes Projekt. Da seien immer wieder Fragen zu klären. Erst gerade habe er weitere Unterlagen eingereicht, so Carsten Böker.

„Wir arbeiten daran, unseren Planungsprozess zu verfeiern“, sagt Böker. Ein Datum für die Realisierung der Neubauten lässt er sich nicht entlocken, eine Prognose könne er nicht geben. „Wir harren der Dinge“, sagt er.

Den Bauantrag habe man Ende vergangenen Jahres eingereicht. Das Coronavirus schaffe möglicherweise neue Unwägbarkeiten. Böker: „Wir müssen jetzt gucken, wie wir das unter Corona-Bedingungen vorantreiben.“

Einen Vorteil habe die Krise vielleicht: Unter den gegebenen Umständen beruhige sich vielleicht die Lage auch im Bausektor ein wenig, weil Auftragslage und Umsätze anderswo schrumpfen wegen der Pandemie.

Versorgungsleitungen müssen verlegt werden

Dass der Abriss des alten Gebäudes bisher nicht erfolgt sei, habe aber nichts mit dem noch laufenden Baugenehmigungsverfahren zu tun. Böker: „Der Grund ist, dass hier noch Versorgungsleitungen verlegt werden müssen.“

So soll die neue Brücke für Fußgänger und Radfahrer in Höhe von Rombergpark und Phoenix West aussehen.

So soll die neue Brücke für Fußgänger und Radfahrer in Höhe von Rombergpark und Phoenix West aussehen. © Stadt Dortmund

Und noch etwas beschäftigt Böker: die geplante Brücke über die Bundesstraße 54 direkt nebenan. Die führt seit Jahren zu heftigen Diskussionen, über Sinn und Unsinn - und die Kosten, etwa 12 Millionen Euro. Dennoch hielt die große Mehrheit im Rat an den Plänen für die Fußgänger- und Radfahrerbrücke fest. Die Verwaltung soll die Planung weiterführen und neue Fördermittel beim Land beantragen - so der Beschluss im Juli 2019.

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Böker hofft auf das Bauwerk: „Wir wollen die Brücke“, sagt er, „wir würden das sehr begrüßen, die Brücke hängt mit unserem Konzept zusammen“. Ein wenig werden sich Böker und Mitstreiter Detlef Lotte noch gedulden müssen: Baubeginn könnte - wenn es richtig gut läuft - Ende 2020 / Anfang 2021 sein. Die Bauzeit beträgt rund 18 Monate. Fertig wäre die neue Brücke dann frühestens 2022/23.

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