„Rosins Fettkampf“ hat das Leben von Mark (26) aus Dortmund verändert

hzPlötzlich berühmt

Wie ist das, wenn man im Fernsehen auftritt? Mark Karmanski wurde durch „Rosins Fettkampf“ eine kleine Berühmtheit. Überall erkannte man ihn. Auch körperlich hat er sich verändert.

Dortmund, Kirchlinde

, 07.02.2020, 17:43 Uhr / Lesedauer: 2 min

Plötzlich Promi. Die Abspeck-Show „Rosins Fettkampf“ vom Sender Kabeleins hat Mark Karmanski ins Rampenlicht katapultiert. Über Nacht wurde der 26-Jährige aus Kirchlinde zur öffentlichen Person, die nicht nur im Supermarkt angesprochen wurde.

Wie fühlt sich das an? Wie verkraftet Mark den Rummel, was nimmt er mit vom Fettkampf?

Jetzt lesen

Wir sprachen ihn am Donnerstag, nach Ausstrahlung des Staffel-Finales, wo Karmanski knapp seinem Konkurrenten André unterlag und den zweiten Platz belegte. Für uns aber ist Mark der gefühlte Gewinner.

„Schon oft gehört“

Damit sind wir nicht allein: Das Kompliment, er habe körperlich den besten Eindruck hinterlassen, ist nichts Neues für Mark: „Das habe ich oft gehört, schon nach der vorletzten Sendung haben mir viele Leute genau das gesagt.“

Er sei verwundert, wie viele Dortmunder die Show verfolgt haben, erzählt Mark: „Wenn ich beim Einkaufen auf die Schnelle Äpfel besorgen wollte, wurden aus fünf Minuten schon mal dreißig, weil andere Kunden mit mir reden wollten.“

Jetzt lesen

Auch am Rand der Hallenfußball-Stadtmeisterschaften wurde Mark (Mitglied beim SV Westrich) erkannt. Er habe bloß eine kleine Runde drehen wollen, sagt er, dann aber zückten „Fettkampf“-Gucker ihre Handys. Und die Runde dauerte eine Stunde.

Vorstellung vom Promi-Leben

Mark hat jetzt eine Vorstellung, wie das Leben von Berühmtheiten aussieht, die abgelichtet werden, wo sie sich zeigen: „Zuspruch ist schön, es kann aber ziemlich nervig werden, ehrlich gesagt.“

Stolze 37,3 Kilo hat Mark im Verlauf des „Fettkampfes“ abgespeckt. Das hat er bei der letzten Sendung gebührend gefeiert, die er mit Frau und Tochter, mit seinen Eltern und seinem Kumpel Toni samt Frau daheim in Kirchlinde verfolgte.

Jetzt lesen

Die Show bot das bekannte Potpourri: sportliche „Challenges“, Kochrunde mit Ernährungscoach Frank Rosin (alles „mega-lecker“), Bewertung vom Fachmediziner, Durchhalteparolen. Dazu Einblicke in das Leben der Kandidaten.

Das System Trash-TV

Was hat Dortmunds Fettkämpfer beim Blick hinter die Kulissen über das Fernsehgeschäft und die Mechanismen von „Trash-TV“ gelernt?

„Wir haben unendlich lang gewartet“, stöhnt Mark. „Du fährst zwei Stunden irgendwo hin und da stehst du dann. Manche Drehs wurden gar nicht gesendet. Weggefallen ist meine Lieblings-Challenge vom Fußball-Golf, wo ich André, den alten Schalker, plattgemacht habe.“

Jetzt lesen

Dazu muss man wissen, dass Karmanski als Logistiker für Borussia Dortmund arbeitet. Borussias Teamkoch Dennis Rother gab ihm Tipps für eine Saftkur, rote Beete- und Kurkuma-Drinks zur Entgiftung, berichtet Mark.

Marotten der Fernsehmacher

Saurer als diese Saftkur stießen dem Dortmunder die dramaturgischen Marotten der Fernsehmacher auf. Etwa die Episode um seine Frau, die wegen Marks Schnarcherei auf den Dachboden geflüchtet war.

„Es wurde mächtig aufgebauscht“, erinnert sich Mark. Als er das im Fernsehen sah, habe er sich kaputtgelacht: „Die sind mit der Kamera gleich auf den Dachboden, haben die erste Etage ausgeblendet und nur die Matratze gezeigt. Da waren Flaschen am Bett zu sehen, die kannte ich gar nicht.“

„Rosins Fettkampf“ hat das Leben von Mark (26) aus Dortmund verändert

Auch in der letzten Folge ging es - natürlich - wieder an den Herd. © Kabeleins

Als das TV-Team dramatischeres Bohei plante (im Haus zu übernachten, um sein Schnarchen einzufangen), habe er nicht mitgespielt, sagt Mark. „Das ging zu weit.“

Ellenlager Vertrag

Hier war der Punkt, wo Karmanski seine Teilnahme an der Show fast bereut hätte: „Jeder von uns hat einen ellenlangen Vertrag unterschrieben, beinahe so dick wie die Bibel. Von deinen Persönlichkeitsrechten bleibt nichts übrig.“

Was Mark aus der Sendung mitnimmt, ist ein neues Körpergefühl und ein Bewusstsein für die Ernährung. Kohlgerichte sind nun seine Lieblinge. „Ich habe immer für meinen übergewichtigen Vater mitgekocht. Und wissen Sie was: Er hat 20 Kilo abgenommen!“ Mark selbst ist von ehemals 129 nun auf 92 Kilo geschrumpft.

Lesen Sie jetzt