Seit September 2018 ist das RRX-Instandhaltungswerk in Dortmund in Betrieb. © Stephan Schütze (Archiv)
Siemens Mobility

RRX und ICE: Siemens-Instandhaltungswerk in Dortmund soll wachsen

Gute Nachrichten für die Dortmunder Wirtschaft: Siemens Mobility hat Ausbau-Pläne für sein Betriebswerk am Rande der Westfalenhütte. Dort sollen bald nicht nur RRX-Züge fit gemacht werden.

Immer mehr Züge im schicken, weiß-grauen Design fahren durch Dortmund. Die modernen Züge des Rhein-Ruhr-Express (RRX), die von Siemens Mobility gebaut wurden und auch dauerhaft gewartet werden, rollen inzwischen auf fünf Linien durch Nordrhein-Westfalen.

Fit gemacht für den Einsatz werden sie in einem Service-Center in Dortmund. Und die Erfahrungen damit sind offenbar so gut, dass Siemens jetzt eine Erweiterung des Betriebs nahe der Bornstraße plant. Nach Informationen unserer Redaktion geht es dabei aber um die Wartung von ICE-Zügen, die von Siemens gebaut wurden.

Siemens Mobility plant eine Erweiterung des 2018 eröffneten Zug-Instandhaltungswerks. Es liegt am Rande des Gewerbegebiets an der Bornstraße (oben).
Siemens Mobility plant eine Erweiterung des 2018 eröffneten RRX-Instandhaltungswerks. Es liegt am Rande des Gewerbegebiets an der Bornstraße (oben). © Hans Blossey (Archiv) © Hans Blossey (Archiv)

Erst im September 2018 wurde das RRX-Instandhaltungswerk von Siemens Mobility auf dem früheren Areal des Güterbahnhofs Eving am Rande der Westfalenhütte in Betrieb genommen. Im „Rail Service Center“, so der offizielle Titel, werden alle neu gebauten RRX-Züge vom Typ Desiro HC gewartet und gereinigt. Seit Dezember 2020 ist die Flotte mit insgesamt 84 Zügen komplett.

Auf sechs Gleisen werden die Züge in dem Werkstattgebäude von 75 Mitarbeitern mit moderner Technik gewartet. Zum „Rail Service Center“ gehören auch ein dreigeschossiges Lager- und Sozialgebäude, Außenlagerflächen und eine Außenreinigungsanlage.

Mit moderner Technik werden die Züge im „Rail Service Center“ gewartet. Nur
Mit moderner Technik werden die Züge im „Rail Service Center“ gewartet. Nur © Stephan Schütze (Archiv) © Stephan Schütze (Archiv)

Und das funktioniert offenbar so gut, dass der Standort jetzt erweitert wird. Auf Nachfrage bestätigte eine Sprecherin von Siemens Mobility Ausbaupläne für das Instandsetzungswerk in der Nordstadt. Die bestehende Infrastruktur soll um zwei Hallen, eine zweite Außenreinigungsanlage und eine Unterflurradsatz-Drehbank erweitert werden. Auch die Gleisanlagen für das Abstellen von Zügen und Instandsetzungsarbeiten sollen wachsen.

Vorbereitende Arbeiten laufen an

„Das Rail Service Center soll weiterentwickelt werden als attraktive und zukunftssichere Eisenbahnwerkstatt mit einer optimalen Anbindung an das deutsche Schienennetz des Fern- und Regionalverkehrs im wichtigen Knotenbahnhof Dortmund Hauptbahnhof“, heißt es wörtlich.

Ob und wie viele zusätzliche Arbeitsplätze entstehen, darüber schweigt man sich bei Siemens noch aus. Ebenso wie über den Zeitplan für die Werkserweiterung, die offenbar in Richtung Süden vorgesehen ist. Immerhin starten aber schon vorbereitende Arbeiten.

Die Stadt Dortmund kündigte für diese Woche den Beginn von Rodungs- und Grünschnittmaßnahmen auf dem ehemaligen Bahngelände hinter der Ravensberger Straße „im Rahmen einer geplanten Neubaumaßnahme für Siemens Mobility GmbH“ an. Mit Blick auf gesetzliche Regeln zum Naturschutz müssen solche Arbeiten bis Ende Februar abgeschlossen sein.

Danach seien auf der rund zwei Hektar großen Fläche Arbeiten zur Bodensanierung geplant, heißt es. Und es muss natürlich auch nach möglichen Bombenblindgängern aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs gesucht werden.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Oliver Volmerich, Jahrgang 1966, Ur-Dortmunder, Bergmannssohn, Diplom-Journalist, Buchautor und seit 1994 Redakteur in der Stadtredaktion Dortmund der Ruhr Nachrichten. Hier kümmert er sich vor allem um Kommunalpolitik, Stadtplanung, Stadtgeschichte und vieles andere, was die Stadt bewegt.
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