Rummel, Bier und Bauernhöfe: Das macht die Bodelschwingher Kirmes so liebenswert

hzBodelschwingher Kirmes

Am Wochenende, von Samstag (29. Juni) bis Montag (1. Juli) findet die 698. Bodelschwingher Kirmes statt. Ihre Besucher lieben das Volksfest. Wir kennen fünf gute Gründe dafür.

Bodelschwingh

, 25.06.2019, 20:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit dem Fassanstich am frühen Nachmittag beginnt am Samstag (21. Juni) die 698. Bodelschwingher Kirmes. Bis zum Feuerwerk am Montag (1. Juli) drehen sich die Karusselle im Ortskern zwischen Dorfplatz und Richterstraße. Die „BoKi“ ist nicht nur Rummel mit Fahrgeschäften und Buden. Sie ist mehr. Und genau das macht sie bei den Besuchern so liebenswert. Fünf Gründe:

1. Die Kirmes: kein Megarummel - aber reichlich Abwechslung

Wer einen Megarummel unter den Vorzeichen „höher, schneller, atemraubender“ erwartet, der wird bei der Bodelschwingher Kirmes womöglich enttäuscht. Wie in den vergangenen Jahren sind es neun Fahrgeschäfte, die Platz im dicht bebauten Ortskern finden.

Rummel, Bier und Bauernhöfe: Das macht die Bodelschwingher Kirmes so liebenswert

Rasante Fahrgeschäfte wie der „Shaker“ haben natürlich auch auf der Traditionskirmes ihren Platz. © Stephan Schuetze (A)

Twister, Shaker, Heroes, Schwanenflieger, Autoscooter und Venture-Simulator sorgen dennoch für den einen oder anderen Nervenkitzel. Auf die kleinen Kirmesbesucher warten Circus-Circus, Baby-Flug und Kindersportkarussell. 50 Buden bilden eine lange Gasse: von Bratwurst bis zu gebrannten Mandeln, von Bier bis Cocktails, von der Los- bis zur Schießbude. Reichlich Abwechslung also trotzdem.

2. Ein Fest des Dorfes: Treffpunkte sind die Bierstände der Vereine

Was die Bodelschwingher Kirmes prägt, ist ihr Stellenwert im Dorf. Das Wochenende am Monatswechsel von Juni und Juli ist ein Pflichttermin im Kalender von Alteingesessenen, Neubürgern und Fortgezogenen. Hier treffen sich Familien, (ehemalige) Nachbarn und bringen ihre Freunde und Verwandten mit.

Rummel, Bier und Bauernhöfe: Das macht die Bodelschwingher Kirmes so liebenswert

Die „BoKi“ ist vor allem ein Dorf- und Heimatfest. Die Bierstände, wie der der Freiwilligen Feuerwehr, sind an den drei Tagen dicht umlagert. © Stephan Schuetze (A)

Man trifft sich in den Keimzellen des Dorfes. Das sind die Vereine und Gemeinschaften, die die meisten der dicht umlagerten Bierstände betreiben. Wer nur eine kurze Zeit wartet, trifft immer ein bekanntes Gesicht.

3. Der Kirmes-Montag: „Tag der Bodelschwingher“ mit Kram-Markt und Feuerwerk

Besonders spürbar wird die Dorfgemeinschaft am Kirmes-Montag, dem „Tag der Bodelschwingher“. Dann sind die Bodelschwingher und ihre Heimkehrer schon ab 7 Uhr in der Früh auf den Beinen. Denn dann beginnt der „Kram-Markt“, der früher einmal ein Viehmarkt war. Ab 10 Uhr drehen sich dann die Karusselle.

Der Förderkreis der Schlosskirche öffnet das Gotteshaus von 10.30 Uhr bis 13 Uhr zu Ruhe und Einkehr inmitten des Kirmestrubels. Barbara Gerstein beantwortet Fragen zur Geschichte und Architektur der Schlosskirche. Um 11, 12 und 13 Uhr spielt Kirchenmusiker Hans-Ulrich Peuser für jeweils 15 Minuten auf der Orgel.

Rummel, Bier und Bauernhöfe: Das macht die Bodelschwingher Kirmes so liebenswert

Organist Hans-Ulrich Peuser schließt am Kirmes-Montag die Schlosskirche zu Ruhe und Einkehr bei Orgelmusik auf. © Stephan Schuetze

Viele Menschen auch aus den umliegenden Stadtteilen zieht es abends nochmals auf die „BoKi“, die dann mit einem Feuerwerk zuende geht.

4. Die Schlosskirche als Ursprung: Kirmes beginnt mit Gottesdienst

Die Bodelschwingher Kirmes ist eine der ältesten Straßenkirmessen Deutschlands. Ihr Ursprung liegt im Jahr 1322. Da wurde die Schlosskirche auf den Namen Maria Heimsuchung geweiht. Das Patronatsfest ist am 2. Juli. Die Kirmes findet am Wochenende direkt vor oder nach dem Feiertag statt.

Seit dem 14. Jahrhundert also schon feiern die Menschen ihren (kirchlichen) Ortsmittelpunkt. Aus diesem Grund beginnt die Kirmes auch in diesem Jahr wieder um 14 Uhr mit einem Gottesdienst in der Schlosskirche – noch bevor das erste Fass Bier angestochen wird.

Geschichte wird im Gemeindehaus lebendig. Eine Ausstellung des Förderkreises Schlosskirche und des Heimatvereins Bodelschwingh-Westerfilde zeigt Wege, Straßen und Plätze im Dorf.

5. Der dörfliche Charakter: Bauernhöfe als Kulisse und Schauplatz

Kirmes und Dorf bilden während der Kirmes eine Einheit. Die alten Gehöfte und Fachwerkhäuser im Ortskern bilden die romantische Kulisse. Und sind selbst Schauplatz – wenn der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr vor einer Scheune und Rot-Weiß-Germania in der ehemaligen Reithalle ihre Bierstände aufbauen. Schließlich: Im nahen Schlosspark lohnt bei allem Trubel ein Blick auf Dortmunds ältestes Wasserschloss.

Öffnungszeiten

Die Kirmes hat am Samstag (29. Juni) von 14 bis 24 Uhr, am Sonntag (30. Juni) von 14 bis 23 Uhr und am Montag (1. Juli) von 10 bis 24 Uhr geöffnet. Der Kram-Markt findet am Montag von 7 bis 13 Uhr statt.
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