Salmonellen: Schon 22 krank

24 weitere Verdachtsfälle / Noch kein Nachweis über den Ursprung

30.05.2007 / Lesedauer: 2 min

Sie lag gestern - bis Redaktionsschluss - bei 22. Davon sind 17 Patienten und fünf Mitarbeiter. Die Zahl der Verdachtsfälle beläuft sich auf 24, wobei gesagt werden müsse, so Kliniksprecher Jörg Kühn (Foto), dass jeder Durchfallerkrankung, egal welcher Natur, aus Sicherheitsgründen akribisch nachgegangen würde. Kühn: «Seit Montagmorgen sind fünf neue Verdachtsfälle hinzu gekommen.» Er geht nicht davon aus, dass der Erkrankungszenit schon überschritten sei. Die angelegten Kulturen brauchten etwa drei Tage für einen Nachweis, deshalb werde sich die Zahl der bestätigten Fälle noch erhöhen, so Kühn. Rund drei Tage benötigen auch die Experten beim Veterinäramt zur Ursachenermittlung. Gestern jedenfalls stand noch nicht fest, welches Lebensmittel der Herd für die Salmonelleninfektionen war. Untersucht werden müssen mindestens 120 so genannte Rückstellungsproben. Zum Hintergrund: Von jeder Essens-Komponente, die täglich aus der Großküche an die Patienten herausgeht, müssen die Mitarbeiter je eine kleine Probe entnehmen und einfrieren. Gibt's also Hühnchen mit Reis und Gemüse, wären dies demnach drei Komponenten, also Proben. Analysiert werden die Stichproben der letzten sieben Tage. Nach dem Auftauen müssen sie erhitzt werden, damit sich möglich vorhandene Salmonellen erst einmal vermehren und somit überhaupt nachgewiesen werden können. Nach wie vor sind ausschließlich Patienten aus dem Klinikum Mitte an der Beurhausstraße betroffen. Aus insgesamt zwölf Stationen, darunter vornehmlich Herz- und Gefäßchirurgie, Bauchchirurgie und internistische Station. «Angeschrieben haben wir sämtliche Stationen, natürlich auch am Standort Nord. Und wir haben bei den jüngst entlassenen Patienten angefragt», so Kühn, der heute auf Untersuchungsergebnisse hofft. 2006 wurden dem Gesundheitsamt insgesamt 264 Salmonellenfälle gemeldet. «Am häufigsten aus dem privaten Bereich», so Dr. Udo Lepper, stellvertretender Leiter des Gesundheitsamtes. bö

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