Mordfall Schalla: Prozesstermin fällt aus - das ist der Grund

Landgericht

Der Prozess um den Mord an der Schülerin Nicole-Denise Schalla wird erst am 10. Juli fortgesetzt. Eigentlich sollte es bereits am Freitag, 5. Juli, weitergehen.

04.07.2019 / Lesedauer: 2 min
Mordfall Schalla: Prozesstermin fällt aus - das ist der Grund

Der Angeklagte zwischen seinen Verteidigern Christian Dreier (li.) und Gencer Demir. © Martin von Braunschweig

Der Angeklagte im Prozess um die Ermordung der Schülerin Nicole-Denise Schalla hatte die Richter zuletzt zum wiederholten Mal heftig attackiert. Ralf H. sieht es nicht ein, dass er eine Blutprobe abgeben soll, um seine Blutgruppe ermitteln zu lassen. Der Castrop-Rauxeler findet, dass die Richter mit dieser Anordnung ihre nicht mehr vorhandene Objektivität deutlich gemacht haben. Wären sie tatsächlich unparteiisch, würden sie die Blutgruppen-Überprüfung ersatzlos streichen, weil diese ohnehin zu nichts führe.

Hintergrund: An der Leiche der im Herbst 1993 getöteten Schülerin war neben DNA-Spuren von Ralf H. auch ein blondes Haar gesichert worden, das eindeutig nicht von Nicole-Denise Schalla stammt. Dieses Haar konnte zwar nicht mehr auf DNA untersucht werden, wohl aber hinsichtlich der Blutgruppe. Die Richter wollen nun abklären, ob auch der Angeklagte Blutgruppe B hat. Doch dieser sagt: „Es steht doch ohnehin fest, dass das Haar nicht von mir ist, weil es ja blond ist.“

Bevor drei andere Richter am Landgericht über den Befangenheitsantrag entscheiden können, müssen die abgelehnten Richter schriftlich zu den Vorwürfen Stellung beziehen. Da dies offensichtlich länger dauert als zunächst angenommen, muss der für Freitag (5. Juli) vorgesehene Fortsetzungstag entfallen. Am 10. Juli soll die Verhandlung gegen den 52-Jährigen dann aber wie geplant fortgesetzt werden.

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