Schatzsuche gegen den Coronablues: Kinder vermissen ihren Kindergarten

Kindergarten in Coronazeiten

Es soll endlich Schluss sein mit dem Trübsal blasen. Auch, wenn sich Kinder und Kita-Mitarbeiter sehr vermissen. Ein Familienzentrum kämpft gegen den Trennungsschmerz an.

Berghofen

, 18.05.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Geschenk mit gebührendem Sicherheitsabstand

Ein Geschenk mit gebührendem Sicherheitsabstand © Jörg Bauerfeld

Lena (3) steht verloren vor der evangelischen Kita am Fasanenweg. In den Händen hat sie einen kleinen, blauen Bären. Seit mehr als acht Wochen hat Lena die Räume nicht mehr von innen gesehen – es gilt ein Betretungsverbot.

Das gilt auch für alle anderen Kinder, die nicht in der Notbetreuung sind. 20 von 70 Kindern nutzen es.

„Lena vermisst ihre Kita jeden Tag“, sagt Mutter Nadine Albrecht. Das Vermissen beruht auf Gegenseitigkeit. Auch die Mitarbeiter des Familienzentrums vermissen die Kinder.

Großes Plakat am Fenster

Ein großes, buntes Plakat am Fenster zeigt dies auch „Wir vermissen Euch“ steht drauf. „Wir stehen ja mit den Familien in Kontakt“, sagt Susanne Amft, Leiterin der evangelischen Kita und des Familienzentrums in Berghofen. Aber eben nur über die öffentlichen Netzwerke oder per E-Mail.

Sehen wolle man sich eben auch mal wieder. Jetzt gab’s die Gelegenheit: Die Kita hatte eine Familienschatzsuche organisiert.

Kontakte mit den Kindern, die nicht in der Notbetreuung sind, geht nur vor der Kita.

Kontakte mit den Kindern, die nicht in der Notbetreuung sind, geht nur vor der Kita. © Jörg Bauerfeld

Die führte quer durchs Lohbachtal und endete mit einer „Schatzübergabe“ am Familienzentrum. Aufgaben mussten gelöst und Steintürme am Lohbach gebaut werden. Es gab aus einem geöffneten Fenster mithilfe eines Keschers ein Geschenk für jedes Kind.

Wie es im Familienzentrum weitergeht? „So ganz genau wissen wir das auch noch nicht“, sagt Amft.

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