Schilderwald am Alten Mühlenweg verwirrt Anwohner - und macht Parken unmöglich

hzBaustelle Saarlandstraße

Die Baustelle an der Saarlandstraße wirkt bis in den Alten Mühlenweg. Die Anwohner klagen über einen verwirrenden Schilderwald - und sehen sich einer harten Geduldsprobe ausgesetzt.

Saarlandstraßenviertel, Dortmund

, 25.03.2020, 16:58 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit einigen Tagen hat es nun auch die Anwohner am Alten Mühlenweg erwischt. Mit der Erneuerung der Wasserleitungen in der Saarlandstraße will Donetz Ende April fertig sein. Am Alten Mühlenweg bis hoch zur Landgrafenstraße ist vor Kurzem erst begonnen worden. Die Arbeiten dort werden sich nach Angaben von Donetz-Sprecher Ole Lünnemann „bis Anfang Juli“ ziehen – lediglich das „Dreieck“ Alter Mühlenweg/Saarlandstraße um die „Bude 116 einhalb“ soll Ende April fertig werden.

Die Baustelle, die Donetz auf der westlichen Seite des Alten Mühlenwegs eröffnet hat, zieht Konsequenzen für die Anwohner nach sich: Sie können nicht mehr auf beiden, sondern nur noch auf der östlichen Seite parken. „Man blickt da nicht mehr durch“, beschwert sich eine Anwohnerin über den Schilderwald. „Die Leute wissen kaum noch, wo und wie sie parken sollen. Das geht kreuz und quer.“

Kaum zu druchschauen: Wer soll aus diesem Wust an Schildern noch schlau werden?

Kaum zu druchschauen: Wer soll aus diesem Wust an Schildern noch schlau werden? © Beushausen

Bislang konnten Autos auf der östlichen Seite schräg geparkt werden – das hat Platz gespart. Damit ist es erst einmal vorbei: „Seit Kurzem dürfen die Wagen nur noch in Längsrichtung abgestellt werden“, heißt es im Tiefbauamt. Wer sich nicht daran hielt, fand einen freundlichen Hinweis der Baufirma hinter den Scheibenwischern.

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Das Längsparken hat seinen Grund: Es soll genug Platz für den Straßenraum bleiben, der durch die Baustelle eingeengt wird. Allerdings ist die Zahl der verfügbaren Parkplätze in dem ohnehin dicht besiedelten Gebiet noch weiter gesunken. Anwohner, die eine grüne Parklizenz haben, müssen sich den Parkraum mit Ortsfremden teilen. Wer seine Parkscheibe ins Auto legt, darf seinen Wagen dort bis zu drei Stunden abstellen.

Falschparker erhielten einen freundlichen Hinweis am Scheibenwischer. Trotzdem ist das noch nicht bei jedem angekommen.

Falschparker erhielten einen freundlichen Hinweis am Scheibenwischer. Trotzdem ist das noch nicht bei jedem angekommen. © RN

Und es gibt eine weitere Änderung: Seit einigen Tagen ist der Alte Mühlenweg auf dem Abschnitt von der Saarlandstraße bis zur Landgrafenstraße zur Einbahnstraße umfunktioniert. Das heißt: Autofahrer dürfen den Alten Mühlenweg von der Landgrafenstraße bis zur Saarlandstraße befahren und dort auch wieder links auf die Saarlandstraße abbiegen – die Ausfahrt ist inzwischen wieder geöffnet.

Das Problem ist nur: Längst nicht alle halten sich daran. Viele Autofahrer, die von der Saarlandstraße kommen, wollen ihre Route verkürzen und biegen unerlaubt von der Saarlandstraße links in den Alten Mühlenweg ein, wie Anwohner beobachtet haben. Obschon die Einfahrt mit einem Verbotsschild an dieser Stelle deutlich gekennzeichnet ist.

Was gilt denn nun? Wer darf parken, wer nicht? Anwohner schütteln verständnislos den Kopf.

Was gilt denn nun? Wer darf parken, wer nicht? Anwohner schütteln verständnislos den Kopf. © RN

Aber auch das ist nicht von Dauer: Sollte Donetz seine Arbeiten an der Saarlandstraße wie geplant am 26. 4. beenden können, will die Stadt direkt mit den Kanalarbeiten loslegen. Start ist in Höhe Alter Mühlenweg. Dann wird auch die Ausfahrt erstmal wieder dicht gemacht. Die Geduldsprobe für die Anwohner geht weiter.

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