Süße Schildkrötenbabys im Dortmunder Zoo sind eine Sensation

Zoo Dortmund

Süßer Nachwuchs: Zum ersten Mal haben es die Tierpfleger im Dortmunder Zoo geschafft, eine bestimmte Schildkrötenart nachzuzüchten. Die Züchtung dieser besonderen Tiere ist äußerst schwierig.

Dortmund

15.04.2020, 17:45 Uhr / Lesedauer: 1 min
Nach 164 Tagen schlüpfte die junge Kreuzbrustschildkröte aus dem Ei.

Nach 164 Tagen schlüpfte die junge Kreuzbrustschildkröte aus dem Ei. © Simone Karlowski / Zoo Dortmund

Seit dem 8. April beherbergt das Amazonas-Haus einen ganz besonderen Nachwuchs: Zum ersten Mal kletterte dort eine junge Salvins Kreuzbrustschildkröte aus dem Ei. Für das Schlüpfen brauchte sie an die 24 Stunden. Die Nachzucht dieser Tiere erfordert viel Fingerspitzengefühl.

Schildkrötendame Wilma vergrub im Oktober 2019 vier Eier im Sand ihres Geheges. Die Salvins Kreuzbrustschildkröten werden nur sehr selten in Zoos gehalten. Tierpfleger brachten die Eier in einen Inkubator, damit die Schildkröten unter den richtigen klimatischen Bedingungen im Ei heranwachsen konnten. Nur aus einem der Eier schlüpfte jedoch neues Leben.

Salvins Kreuzbrustschildkröten sind keine Beziehungstiere

Im Zoo Dortmund leben nun drei Kreuzbrustschildkröten: Mutter Wilma, Vater Fred und das neugeschlüpfte Jungtier. Diese Schildkrötenart reagiert sehr aggressiv auf Artgenossen und muss getrennt gehalten werden. Selbst wenn die Tiere zur Paarung zusammengeführt werden, kann es sein, dass Weibchen und Männchen aufeinander losgehen und eines der Tiere getötet wird. Wilma und Fred wurden deshalb nur unter Aufsicht in ein Gehege gelassen.

Das Jungtier bringt nur 8,1 Gramm auf die Waage.

Das Jungtier bringt nur 8,1 Gramm auf die Waage. © Zoo Dortmund

Ihre Artgenossen in der Wildnis leben in Mexiko, Belize, Guatemala und El Salvador. Salvins Kreuzbrustschildkröten werden auf der Roten Liste als „potenziell gefährdet“ geführt.

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