Schmuggler tappten in die Handy-Falle

DORTMUND Dieser Drogenschmuggler hatte wirklich schlechte Karten. Erst hat die Polizei sein Handy abgehört, dann wurde er auf frischer Tat ertappt.

von Von Jörn Hartwich

, 02.01.2008, 18:26 Uhr / Lesedauer: 1 min

Dreist und abgezockt nannten die Richter sein Verhalten am Ende und verurteilten den 28-Jährigen aus Kirchderne zu sechseinhalb Jahren Haft. Sein ein Jahr jüngerer Komplize erhielt drei Jahre Haft. Das Landgericht ging davon aus, dass der Jüngere nur ein Helfer war.

Was war passiert? Die Angeklagten waren im August 2007 mit zwei weiteren Personen aus Holland gekommen. Die Schmuggler hatten zwei Autos dabei – einen Ford-Transit und einen Opel-Omega. Kurz vor der Stadtgrenze von Dortmund war ihre Fahrt jedoch zu Ende. Die Polizei hat die Autos gestoppt und dabei über acht Kilo Haschisch und etwas Kokain sichergestellt.

Der 28-Jährige hatte zunächst versucht, den Großteil der Schuld auf den Mitangeklagten zu schieben. Er selbst, habe nur die Verhandlungen geführt. Das nahmen ihm die Richter nicht ab. Unter anderem, weil ein Telefonat mitgehört worden war, in dem er sinngemäß gesagt hat: „Wir brauchen einen Dummen, der das Zeug fährt und die Schuld auf sich nimmt, falls die Sache auffliegt.“ Die Staatsanwaltschaft hatte für den mehrfach Vorbestraften sogar acht Jahre Haft gefordert. Der Angeklagte hat über seinen Verteidiger Peter Schwarzhoff Revision eingelegt.

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