B1-Umbau

Schneller, breiter, sicherer – Initiative kämpft für historische Platanen-Allee

Am Donnerstag entscheidet der Rat der Stadt über die Neugestaltung der B1-Allee in Dortmund. Eine Initiative für eine Neuanlage der historischen Platanenallee wirbt nochmals für ihre Idee.
Durch Nachpflanzungen mit verschiedenen Baumarten ist die B1-Allee sehr lückenhaft geworden. Eine Initiative will eine durchgängige Platanenallee. © Hans Blossey

Sie lassen nicht locker. Obwohl es im Ausschuss für Stadtgestaltung eine breite Mehrheit gegen ihren Vorschlag gab, gibt die Initiative „Neue Platanen“, die sich für eine generelle Neupflanzung und Neugestaltung der B1-Allee nach historischen Vorbild einsetzt, nicht auf.

Die endgültige Entscheidung soll der Rat der Stadt am Donnerstag (16.12.) treffen. Im Vorfeld reagiert die Initiative noch einmal auf die Bedenken, die in den Fraktionen zu ihrem Vorschlag, die B1-Planung neu aufzurollen, geäußert wurden. Und sie verweist auf das breite Bündnis, das die Idee unterstützt – vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), über Architekten und Landschaftsplaner bis zum Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) und Behindertenpolitischem Netzwerk.

Durch die geradlinige Gleis- und Straßenführung werde die Verkehrssicherheit erhöht, mehr Platz für Rad- und Fußwege geschaffen, stellen die Experten aus der Initiative einen Vorteil ihres Vorschlags heraus.

Sie setzen sich auch mit den Bedenken auseinander, dass die Neuplanung die dringend nötige barrierefreie Umgestaltung der B1-Stadtbahn-Stationen weiter verzögere. Die Sorgen seien angesichts der Vorplanung und eines einfacher möglichen, einheitlichen Bauablaufs nicht gerechtfertigt.

Schnellere Baulogistik

Durch das Baufeld auf dem Mittelstreifen sei eine schnellere Baulogistik als bei den bisherigen Planungen der Verwaltung mit Verschwenkung der Gleis-Trasse möglich, ist die Initiative überzeugt. Und für das Planfeststellungsverfahren sei mit Blick auf das Zeitziel der Internationalen Gartenausstellung (IGA) 2027 sogar mit einer Beschleunigung zu rechnen – abgesehen von zusätzlichen Fördermöglichkeiten durch die IGA. Der befürchtete „Schienenersatzverkehr“ sei kein Thema.

Prof. Wolfgang Sonne, einer der Mitstreiter der Platanen-Initiative, reagiert auch auf den Vorwurf, man komme mit den Vorschlägen zu spät und hätte sie schon früher einbringen müssen. „Es geht um eine städtebauliche Grundsatzentscheidung an einer der wichtigsten Stellen der Stadt, dem Stadteingang an der B1. Gegenüber dem Sachstand von vor einem Jahr sind neue Argumente und zentrale Unterstützergruppen hinzugekommen – es gibt also gute Gründe, dies nicht zu ignorieren und noch einmal neu nachdenken zu dürfen“, stellt Sonne fest.

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