High-School-Atmosphäre in Dortmund? Schüler haben 5000 Euro für Wünsche frei

Projekt „Schülerhaushalt“

An der Martin-Luther-King-Gesamtschule können die Schüler ab sofort über einen Teil des Schulbudgets mitentscheiden. Beim Projekt „Schülerhaushalt“ geht es um 5000 Euro.

von Niko Wiedemann

Dorstfeld

, 31.01.2020, 14:54 Uhr / Lesedauer: 2 min
High-School-Atmosphäre in Dortmund? Schüler haben 5000 Euro für Wünsche frei

Bezirksbürgermeister Ralf Stoltze (v.l.), Schulleiterin Jutta Espe, Schülersprecher Mike Opitz, Schülervertreterin Pelin Ünal, SV-Lehrerin Katharina Blase sowie Erik Vogel und Ralf Finke vom Dortmunder Jugendamt freuen sich auf das Projekt. © Niko Wiedemann

Die Martin-Luther-King-Gesamtschule hat am Freitag (31.1.) den Auftakt für das Projekt „Schülerhaushalt“ gegeben. Ab sofort dürfen die Schüler mitentscheiden, wie ein Teil des Schulbudgets verwendet wird.

„Die Schüler sollen merken, dass man mit demokratischem Handeln etwas bewirken kann“, erklärt Schulleiterin Jutta Espe das Ziel des Projektes.

Der Schülerhaushalt solle sie motivieren, das Schulumfeld aktiv mitzugestalten und eigenverantwortlich zu handeln. 5000 Euro stehen zur Verfügung.

High-School-Atmosphäre in Dortmund? Schüler haben 5000 Euro für Wünsche frei

Am Freitagmorgen bekamen die Schüler der Martin-Luther-King-Gesamtschule wichtige Infos zum Projekt „Schülerhaushalt". © Niko Wiedemann

Die besten fünf Vorschläge werden umgesetzt

Die Schüler dürfen jetzt Vorschläge einbringen, wie die 5000 Euro verwendet werden sollen. Dafür müssen sie ein „Vorschlagsformular“ ausfüllen, auf dem sie ihre Idee genauer erklären und die ungefähren Kosten schätzen.

Vorschläge, die mindestens fünf Unterstützer gefunden haben, werden an die Koordinatoren weitergeleitet. Die setzen sich aus der Schülervertretung, den Lehrern und der Schulleitung zusammen. Die Koordinatoren verdichten die Vorschläge und geben sie zur Abstimmung in den Klassen frei.

Die fünf Vorschläge mit den meisten Stimmen sollen bis Ende Juni umgesetzt werden. Schon nach der Auftaktveranstaltung am Freitag zeigte sich: An Ideen mangelt es nicht.

Ein Schulball für alle an der Martin-Luther-King-Gesamtschule?

„Wir haben in meiner Stufe schon über eine Ladestation für Handys und einen eigenen Aufenthaltsraum für die Oberstufe diskutiert“, sagt Schülervertreterin Pelin Ünal (19) aus der Q1. In der Mensa sei gerade kein Platz für die Schüler der Oberstufe.

„Die meisten von uns wünschen sich aber einen Schulball mit DJ, für den man sich richtig schick machen kann“, sagt Schülersprecher Mike Opitz (18). „Wir haben uns das vorgestellt wie in den High Schools in den USA!“, ergänzte Pelin Ünal.

High-School-Atmosphäre in Dortmund? Schüler haben 5000 Euro für Wünsche frei

Schülersprecher Mike Opitz (18) und Pelin Ünal (19) aus der Schülervertretung haben schon fleißig Vorschläge gesammelt. © Niko Wiedemann

Auch die Idee, ein Sommerfest zu veranstalten, sorgte für Begeisterung. Mike Opitz hatte schon Ideen für die konkrete Ausgestaltung: „Wir haben an eine Hüpfburg, einen Popcorn-Stand und einen Zuckerwatte-Stand gedacht“.

Schülerin Hanna-Sophie (11) aus der 6c wäre mit Schließfächern zufrieden: „Spinde wären toll, damit unsere Sachen nicht geklaut werden. Wir haben gerade nur Boxen, die man nicht abschließen kann.“

Vier Dortmunder Schulen nehmen an Projekt teil

Die Dortmunder Stiftung Jugend und Demokratie fördert das Projekt an der Martin-Luther-King-Gesamtschule mit 4000 Euro. Den Rest steuert der Förderverein der Schule bei.

Neben der Martin-Luther-King-Gesamtschule fördert die Stiftung drei weitere Schulen in Dortmund: die Droste-Hülshoff-Realschule in Kirchlinde, das Helene-Lange-Gymnasium in Hombruch und die Oesterholz-Grundschule in der Nordstadt. Dabei arbeitet sie eng mit dem Jugendamt der Stadt Dortmund zusammen.

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