Schützenverein Scharnhorst braucht dringend eine neue Bleibe

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In einem Haus in der Nordstadt hat der Schützenverein Scharnhorst seinen Schießstand. Das wird nun abgerissen. Der Verein ist auf der Suche nach einem neuen Domizil.

Scharnhorst

, 20.03.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Als der 1969 gegründete Schützenverein (SV) Scharnhorst im Februar 2004 an der Tiefen Straße in der Nordstadt einzog, war es bereits klar, dass dies keine Dauerlösung sein würde, und so zitterte der Verein von Jahr zu Jahr – letztendlich wurden es immerhin mehr als 15 Jahre.

Nun wurde das Grundstück zum Jahreswechsel verkauft und der neue Eigentümer will das Gebäude zwecks Neubau eines Kindergartens abreißen.

„Auch wenn man sich für die Kinder, die hier zukünftig spielen dürfen, freuen kann“, so teilt der Verein mit, „stellt diese Situation den Verein doch vor eine große Herausforderung.“

Schützen schießen vor allem mit Luftdruckwaffen

Die sportliche Ausrichtung des SV Scharnhorst liegt im Bereich der Luftdruckwaffen. Der Verein nimmt an Meisterschaften des Deutschen Schützenbundes und seinen Liga-Wettkämpfen mit Luftpistolen in der Kreis-, Bezirks- und Westfalenliga teil. Den Kleineren (unter 12 Jahren) ist das Zielen mit den Lichtpistolen und -gewehren vorbehalten.

„Unser Vereinsleben hat seinen sportlichen und auch seinen geselligen Teil, der aber ohne Schützenfest und grüne Uniformen auskommt“ so der Vorsitzende Werner Heiker. „Wir wünschen uns, dass wir schnell ein neues Zuhause finden, in dem wir unseren Sport weiterhin ausüben können und in dem sich auch unsere Gäste wohlfühlen – wie zum Beispiel beim jährlich nach Ostern stattfindenden zwölftägigen Heinz-Tilgner-Pokalschießen mit fast 500 Starts in 2019.“

Die bisherige Bleibe des Verein an der Tiefen Straße in der Nordstadt wird abgerissen. Der Verein muss umziehen

Die bisherige Bleibe des Vereins an der Tiefen Straße in der Nordstadt wird abgerissen. Der Verein muss umziehen. © Schützenverein Scharnhorst

„Zunächst einmal müssen wir die Augen offen halten und eine Lokalität finden, die wir auch finanziell mit unseren 50 Mitgliedern stemmen können und welche zu unserem Bedarf passt: 150 bis 300 Quadratmetern inklusive WC-Räumen sowie einem Bereich für das gemütliche Beisammensein, ein Brötchen nach dem Training sowie den sportlichen Austausch untereinander. Es wäre sehr zu bedauern, wenn wir unsere tolle Gemeinschaft längerfristig aufgeben müssten“ meint Geschäftsführer Ulli Rindhage.

„Alle bisher angeschauten Objekte sprengen finanziellen Rahmen“

„Alle bisher angeschauten Objekte sprengen den finanziellen Rahmen und würden die Mitgliedsbeiträge unangemessen steigen lassen. Eine unverhältnismäßige Beitragserhöhung ist jedoch nicht im Sinne des Vereins“, beteuert Kassiererin Ulla Rindhage.

Dass so ein Standortwechsel nicht ohne einigen Einsatz und viel handwerkliche Eigenleistung vonstatten gehen kann, sei den Mitgliedern durchaus bewusst. Sicherlich werde sich jeder so einbringen, wie er es könne.

Wer dem Verein helfen möchte, eine neue Bleibe zu finden, etwas von einer verfügbaren Immobilie weiß oder selbst etwas Passendes anzubieten hat, kann sich gerne persönlich oder per Mail (info@svscharnhorst.de) an den Vorstand wenden

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