Schulpark in Oespel und Kley - so reagiert die Stadt auf die Wildwuchs- und Müll-Vorwürfe

hzGrünanlagen am Dorney

Wildwuchs und Müll - uber den Zustand des Schulparks und der Grünanlagen am Dorney in Oespel und Kley hat sich ein Anwohner bei der Stadtverwaltung beschwert. Die hat ihm jetzt geantwortet.

Oespel, Kley

, 30.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Anfang Juli schrieb Burghard Rolf einen langen Brief an die Stadtverwaltung. Darin beschwerte er sich über Wildwuchs, Müll und fehlendes beziehungsweise defektes Parkmobiliar im Schulpark Oespel-Kley und in den angrenzenden Grünanlagen am Dorney. Auch Bildmaterial schickte er mit. Drei Wochen später antwortete ihm die Stadt. Viel ändern wird sich wohl nicht.

Stadtsprecher Christian Schön nimmt zu den Vorwürfen Stellung. Zum Thema Müll schreibt er: „Die Grünanlage in Oespel wird regelmäßig einmal die Woche im Auftrag des Tiefbauamtes durch Beschäftigte des Christophorus-Hauses gereinigt.“ Aus den vergangenen Jahren lägen keine Beschwerden vor, so dass man davon ausgehe, dass dieser Rhythmus ausreiche.

Schulpark in Oespel und Kley - so reagiert die Stadt auf die Wildwuchs- und Müll-Vorwürfe

Auch die kaputten Papierkörbe kritisiert der Oespeler Anwohner. © Burkhard Rolf

Stadt sieht keinen Bedarf für eine zusätzliche Reinigung

Durch Entwicklungen im Umfeld, etwa durch einen Treffpunkt von Jugendlichen, könne es zu stärkeren Verschmutzungen in einer Grünfläche kommen. Die Stadt behalte die Situation in Oespel und Kley im Auge, sehe aber im Moment keinen Bedarf für einen zweiten wöchentlichen Reinigungsdurchgang.

Schulpark in Oespel und Kley - so reagiert die Stadt auf die Wildwuchs- und Müll-Vorwürfe

Der Wildwuchs ist Burghard Rolf ein Dorn im Auge. © Burkhard Rolf

Zum Thema Mobiliar heißt es: „Auch über die Zahl der Bänke und den Zustand der Papierkörbe liegen im Tiefbauamt keine weiteren Beschwerden vor.“ Das Mobiliar werde aber nun auf Vollständigkeit und Funktionalität überprüft, die defekten Papierkörbe werde man zeitnah reparieren.

Wiesen sollen Lebenraum für Insekten sein

Ausführlich äußert sich Christian Schön zum bemängelten Pflegekonzept: Das habe damit zu tun, dass neben kurzrasigen Flächen auch extensive Wiesen in Grünanlagen entwickelt werden. Extensive Wiesen werden seltener gemäht, um einen Lebensraum für Insekten zu schaffen.

„Dortmund ist Mitbegründer der Kommunen für biologische Vielfalt und beteiligt sich auch am Labeling-Verfahren ,Stadtgrün naturnah‘“, so Schön. Das Label zeichnet vorbildliches Engagement für naturnahe Grünflächengestaltung aus.

Schulpark in Oespel und Kley - so reagiert die Stadt auf die Wildwuchs- und Müll-Vorwürfe

Das wuchernde, hochwachsende Grün im Oespeler Schulpark nervt Burkhard Rolf. © Burkhard Rolf

Ein Insektenrückgang in Deutschland von bis zu 80 Prozent zeige, dass die Stadt mit diesem Konzept verantwortungsbewusst und zeitgemäß handele. Der „Masterplan Stadtnatur“ der Bundesregierung untermauere dieses Vorgehen. Nachdem einige Flächen in Oespel und Kley gemäht worden seien, hätten andere Bürger mit Kritik reagiert, da nun Insekten weniger Nahrung fänden.

Durch Kirchentag wurden Pflegearbeiten nach hinten geschoben

Abschließend schreibt Schön: „Durch die vielen Extraarbeiten, die zum Gelingen des Kirchentages beigetragen haben, mussten ein paar anstehende Pflegearbeiten nach hinten verschoben werden. Normalerweise wären auch die extensiven Flächen in der Grünanlage um den 15. Juni gemäht worden.“ Der angesprochene Park am Keuninghaus werde sicherlich wesentlich intensiver genutzt und sei deshalb für ein extensives Pflegekonzept ungeeignet.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt