Serienräuber kam mit Fußfesseln ins Gericht

DORTMUND Das Leben in Freiheit war ein kurzes Vergnügen. Dann saß der Angeklagte (22) wieder im Gefängnis. Seit Montag wird ihm vor der 36. Strafkammer des Landgerichts der Prozess gemacht.

27.11.2007 / Lesedauer: 2 min
Serienräuber kam mit Fußfesseln ins Gericht

Dieses Bild einer Überwachungskamera entstand in einer der Tankstellen.

Innerhalb von nur zehn Tagen - der erste Raubzug war am 18., der letzte am 28. Mai - soll der Angeklagte an sechs Dortmunder Tankstellen für Angst und Schrecken gesorgt haben. Dabei war er stets mit einer Sturmhaube maskiert und einer Gaspistole bewaffnet.

Innerhalb von nur zehn Tagen - der erste Raubzug war am 18., der letzte am 28. Mai - soll der Angeklagte an sechs Dortmunder Tankstellen für Angst und Schrecken gesorgt haben. Dabei war er stets mit einer Sturmhaube maskiert und einer Gaspistole bewaffnet.

Die Tatorte waren die Markant-Tankstelle an der Bornstraße, die Shell-Station an der Schützenstraße, eine Aral-Tankstelle in Kirchlinde und eine Shell-Station an der Rheinischen Straße. Dazu am 10. Mai noch eine Tankstelle in Soest. Teilweise war der Angeklagte zweimal vor Ort. Gesamtbeute: rund 5000 Euro plus Zigaretten. Nach einem Zeugen-Hinweis kam die Polizei dem 22-Jährigen auf die Schliche. Am 2. Juni wurde er festgenommen.

Gleich drei Wachtmeister hatten sich gestern um den jungen Serien-Räuber postiert, als er mit Fuß- und Handfesseln den Gerichtssaal betrat. Nach zwei Suizid-Versuchen in seiner Zelle und angeblichen Fluchtgedanken galten erhöhte Sicherheitsmaßnahmen.

Zum Prozessauftakt legte der 22-jährige Angeklagte gestern ein Geständnis ab. Als Motiv für die bewaffneten Überfälle nannte er in erster Linie Geldnot. Sein Kommentar: "Ich hatte Hunger, Durst und dachte mir: Da musst du halt Tankstellen überfallen." Der Prozess wird fortgesetzt.

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