Sicherheitsdienst vertreibt Störenfriede von den Schulhöfen der Berufskollegs ums U

hzÄrger auf dem Schulhof

Im Kampf gegen den Müll auf dem Areal des Schulkomplexes am U ist die Stadtverwaltung eingeschritten – jetzt meldet sich auch der Leiter des Robert-Schuman-Berufskollegs zu Wort.

Unionviertel

, 14.10.2019, 20:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im März 2019 wandten sich die Schülervertretung (SV) des Robert-Bosch-Kollegs und Schulleiter Markus Herber an die Stadt Dortmund. Man wollte nicht länger mitansehen müssen, wie schulfremde Personen das Umfeld des Kollegs belagern und verschmutzen. Immer wieder sei es laut Markus Herber zu massiven Störungen des Unterrichts gekommen, weil Obdachlose und Drogenabhängige den Schulhof als Rückzugsort benutzt hatten.

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Seit Anfang September verrichtet nun ein Sicherheitsdienst seine Arbeit auf dem Gelände. Das habe die Situation der Schule bereits erheblich verbessert, sagt Stadtsprecherin Katrin Pinetzki. „Am Robert-Bosch-Berufskolleg wurde darüber hinaus ein Pförtnerdienst beauftragt, der schulfremde Personen des Hauses verweist", so die Sprecherin.

Pförtnerdienst ist tätig

Dass der Schulhof des Robert-Bosch-Berufskollegs als Aufenthaltsort bei schulfremden Personen „beliebter“ als der Bereich um das Robert-Schuman-Berufskollegs sei, läge laut Katrin Pinetzki an seiner abschüssigen Lage, die abends schlecht einsehbar ist. Daher sei ein Pförtnerdienst für das benachbarte Schuman-Kolleg nicht als notwendig angesehen worden.

Dennoch patroulliere der Security-Dienst an den Wochenenden und in den Abendstunden ebenso den Hofbereich des Robert-Schuman-Berufskollegs. „Seit der Sicherheitsdienst da ist, haben die Hausmeister unserer Schule weniger Probleme mit wildem Müll und Bruchglas", erklärt Rolf Janßen, Schulleiter des Robert-Schuman-Kollegs.

Obwohl das Problem mit Fremden am Robert-Schuman-Kolleg nicht so drastisch ist, als im Nachbargebäude, hätte man auch dort immer wieder mit unschönen Situationen zu kämpfen.

An den Wochenenden schlimm

„Speziell an den Wochenenden treibt sich auf unserem Schulhof auch das Partyvolk rum, oder Menschen aus der Trinkerszene. Und wenn sich die Gemeinschaft nach dem Umtrunk auflöst, wird der Müll einfach liegen gelassen", sagt Rolf Janßen.

Dass es rund ums U solche Probleme gebe, sei seiner Meinung nach der Naivität im Falle der städtebaulichen Entwicklung des Unionsviertels geschuldet. Ein großes und offenes Gelände an dieser Stelle anzusiedeln, wäre in der Theorie weitaus unproblematischer gewesen, als es sich dann in der Praxis erwiesen hätte.

Um der Lage weiterhin Herr zu werden, haben die Schulleitungen der Kollegs sich mit der Stadt darüber beraten, wie eine Umzäunung des Geländes umzusetzen sei. „Eingefriedet wird ein Schulhofbereich, der zwar dem Robert-Bosch-Berufskolleg zugeordnet ist, den aber alle Schülerinnen und Schüler am Standort nutzen“, sagt Katrin Pinetzki. Wann der Zaun nun kommt, ist bisher nicht fest terminiert.

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