So realistisch lief die Großübung der Feuerwehr ab

hzFeuerwehr Großübung

Klaffende Wunden, blutüberströmte Gesichter, schreiende Opfer – ein Linienbus brennt. Die Großübung der Freiwilligen Feuerwehr war so realistisch wie möglich.

von Rüdiger Barz

Hombruch

, 07.08.2019, 21:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Großalarm für die Freiwilligen Feuerwehren und die First Responder, die Ersthelfer vor Ort. In der Nähe einer H-Bahn-Station ist ein Linienbus verunglückt und in Vollbrand geraten. Viele Personen sind verletzt.

Es ist eine Übung mit vielen Verletzten, doch für die Einsatzkräfte war die Lage sehr ernst. Die Ersthelfer haben mit Löschzügen der Freiwilligen Feuerwehren aus den südlichen Stadtteilen am Samstagnachmittag (3. August) am Ende der Universitätsstraße für einen möglichen Ernstfall geübt.

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Reportage Feuerwehrübung

Übung: Der Massenanfall von Verletzten (MANV) bezeichnet eine Situation, bei der eine große Zahl von Betroffenen versorgt werden muss. Dies kann zum Beispiel bei Busunglücken oder Bombenattentaten der Fall sein.
08.08.2019
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MANV Übung der Feuerwehr Dortmund© Rüdiger Barz
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MANV Übung der Feuerwehr Dortmund© Rüdiger Barz
MANV Übung der Feuerwehr Dortmund© Rüdiger Barz
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MANV Übung der Feuerwehr Dortmund© Rüdiger Barz
MANV Übung der Feuerwehr Dortmund© Rüdiger Barz
MANV Übung der Feuerwehr Dortmund© Rüdiger Barz
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MANV Übung der Feuerwehr Dortmund© Rüdiger Barz
MANV Übung der Feuerwehr Dortmund© Rüdiger Barz
MANV Übung der Feuerwehr Dortmund© Rüdiger Barz
MANV Übung der Feuerwehr Dortmund© Rüdiger Barz
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MANV Übung der Feuerwehr Dortmund© Rüdiger Barz
MANV Übung der Feuerwehr Dortmund© Rüdiger Barz
MANV Übung der Feuerwehr Dortmund© Rüdiger Barz
MANV Übung der Feuerwehr Dortmund© Rüdiger Barz
MANV Übung der Feuerwehr Dortmund© Rüdiger Barz
MANV Übung der Feuerwehr Dortmund© Rüdiger Barz
MANV Übung der Feuerwehr Dortmund© Rüdiger Barz
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MANV Übung der Feuerwehr Dortmund© Rüdiger Barz
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MANV Übung der Feuerwehr Dortmund© Rüdiger Barz
MANV Übung der Feuerwehr Dortmund© Rüdiger Barz
MANV Übung der Feuerwehr Dortmund© Rüdiger Barz
MANV Übung der Feuerwehr Dortmund© Rüdiger Barz
MANV Übung der Feuerwehr Dortmund© Rüdiger Barz
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MANV Übung der Feuerwehr Dortmund© Rüdiger Barz
MANV Übung der Feuerwehr Dortmund© Rüdiger Barz
MANV Übung der Feuerwehr Dortmund© Rüdiger Barz
MANV Übung der Feuerwehr Dortmund© Rüdiger Barz
MANV Übung der Feuerwehr Dortmund© Rüdiger Barz
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MANV Übung der Feuerwehr Dortmund© Rüdiger Barz
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MANV Übung der Feuerwehr Dortmund© Rüdiger Barz
MANV Übung der Feuerwehr Dortmund© Rüdiger Barz
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MANV Übung der Feuerwehr Dortmund© Rüdiger Barz
MANV Übung der Feuerwehr Dortmund© Rüdiger Barz
MANV Übung der Feuerwehr Dortmund© Rüdiger Barz
MANV Übung der Feuerwehr Dortmund© Rüdiger Barz

Dicker Rauch versperrt die Sicht. Ein Linienbus brennt. Verletzte laufen wild gestikulierend umher. Diese Szenerie wurde vorher genaustens geplant. Die 18 Mimen wurden mit echt aussehenden Wunden geschminkt und mit - für manche doch etwas zu viel - Kunstblut versehen. Ihre Aufgabe: Stress erzeugen. Sie sollen schreien und extrem agieren, damit alles so real wie möglich erscheint. Der Fahrschulbus der DSW21 wurde daher auch mit Nebelmaschinen unter dichten Rauch gesetzt.

Die Rettungskräfte haben kein leichtes Spiel. Die Unfallstelle ist im Rauch kaum zu sehen. Verletzte rennen auf sie zu, zeigen hierhin und dorthin. Erste Funkmeldungen werden abgesetzt, während die Helfer heftig angegangen werden. Auch körperlich. Sie werden angeschrien und ihnen werden Sachen aus den Händen Hand gerissen. Die Opfer wehren sich teilweise vor ihrer eigenen Rettung.

Übung wird zum Ernstfall

Was eine Übung ist, wird binnen weniger Minuten für die Rettungsdienstler ernst. Sie nehmen das Szenario nicht mehr als eine gestellte Situation wahr.

Das Umschalten in den „Arbeitsmodus“ ist extrem wichtig. Oft Erlerntes und vielfach Geübtes läuft nun automatisiert ab – die Rettungsmaschine rollt und erleichtert das Zusammenspiel.

Dann geht alles schnell. Die Brandschützer legen Schläuche und gehen zum Erstangriff über. Sie erkunden den Innenraum des Busses und bergen Verletzte. Zeitgleich beginnen die Sanitäter mit der Versorgung der Opfer und Erkundungstrupps sichten die Umgebung. Abseits des Geschehens richten First Responder einen Sammelplatz ein. Und auch am Sammelplatz müssen die Übergaben an die Notärzte stimmen. Das Chaos und der Stress müssen beherrscht werden.

Realitätsnah und sehr gut nachgestellt

Marlon Leveque-Emden von der Motorradstaffel der Johanniter berichtet, dass die Übung gut nachgestellt war. „Ich kann das für mich gut vergleichen. Ich habe so etwas – leider – schon mal real erlebt.“ Und auch der Notarzt Sebastian Wahl aus Castrop-Rauxel lobt das Szenario. „Man merkt als Arzt wie schwer es ist, das Chaos zu ordnen. Ich werde sicher ein paar Stunden brauchen, um ein Fazit zu ziehen.“

An der Übung haben teilgenommen: Die DSW21, RUD-Team (Realistische Unfall Darstellung) der Johanniter, haupt- und ehrenamtliche Rettungsdienstmitarbeiter, Kontroller, First Responder aus Persebeck, Kirchhörde, Syburg und Hombruch, Brandschutzeinheiten der Freiwilligen Wehren Sölde und Hombruch, freiwillige und ehrenamtliche Verletztendarsteller, ehrenamtliche Helfer, Notarzt des Deutschen Roten Kreuzes, eine Leitende Notärztin des Knappschaftskrankenhauses, die Motoradstaffel aus Lippe-Höxter und Aachen.
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