So sieht die Zukunft für das Seniorenheim „Weiße Taube“ aus

hzNeubau am Luisenglück

Das Seniorenheim „Weiße Taube“ wird von Kirchhörde in das Neubaugebiet Luisenglück in Hombruch umziehen. Warum soll das geschehen – und was wird am neuen Standort anders sein?

von Marc Dominic Wernicke

Hombruch, Kirchhörde

, 17.09.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am Luisenglück in Hombruch entsteht ein neues Viertel. Der Supermarkt ist schon da, Wohnungen, Büros und eine Kindertagesstätte sind geplant. Auch ein Seniorenheim soll im sogenannten „Hombrucher Bogen“ Platz finden: Der erste Spatenstich für den Ersatzneubau des städtischen Pflegeheims „Weiße Taube“ fand vor wenigen Tagen statt.

Warum muss das Seniorenheim umziehen?

Martin Kaiser, der Geschäftsführer der Städtischen Seniorenheime Dortmund (SHDO) erklärt, warum das Heim von Kirchhörde nach Hombruch verlegt wird: „Laut den aktuellen Vorgaben des Landes Nordrhein-Westfalen müssen alle Pflegeheime eine Einzelzimmerquote von 80 Prozent erfüllen. Das ist am jetzigen Standort nicht möglich.“

So sieht die Zukunft für das Seniorenheim „Weiße Taube“ aus

Auf diesem Grundstück am nördlichen Luisenglück in Hombruch soll das neue Pflegeheim entstehen. © Marc D. Wernicke

Demnach sei das alte Heim mit seinen 84 Wohnplätzen auf Doppelzimmer ausgelegt. Eine innere Neuordnung der Zimmer sei daher aus baulichen Gründen nicht möglich, weshalb das Heim einen Neubau in Hombruch beziehen wird. „Nach dem Umzug werden wir das alte Gebäude vermutlich veräußern“, so Kaiser.

Am Luisenglück entsteht ein Seniorenquartier

Der Neubau im Herzen Hombruchs soll 80 stationäre Pflegeplätze sowie zwei Wohngemeinschaften mit je acht Plätzen enthalten. Diese sind zwar räumlich Teil des Heimgebäudes, werden aber an Senioren regulär vermietet. Darüber hinaus werden in der unmittelbaren Nachbarschaft des Heims 40 bis 60 Mietwohnungen für ein Seniorenquartier entstehen.

„Das ist ein innovatives Format, welches wir hier zum ersten Mal anwenden“, so Martin Kaiser. Die Bewohner der beiden WGs sowie der Nachbarschaft könnten dort eigenständig leben und zugleich von der Infrastruktur des nahe gelegenen Pflegeheims profitieren.

So sieht die Zukunft für das Seniorenheim „Weiße Taube“ aus

Entworfen wurde das neue Seniorenheim vom Architekturbüro "Schamp & Schmalöer". © (Repro) Marc D. Wernicke

Auch bei der Umsetzung geht die SHDO für das künftige Heim am Luisenglück neue Wege: „Bisher haben wir alle unsere Häuser selbst gebaut und im Eigentum gehalten. Dieses Projekt realisieren wir als Public Private Partnership (Zusammenarbeit einer öffentlichen Institution mit einem Privatunternehmen, Anmerkung der Redaktion) mit der H.H. Projektentwicklung“, erklärt Kaiser. Demnach blieben das Grundstück und die Heimimmobilie Eigentum der H.H.-Gesellschaft während die SHDO darin für 25 Jahre Mieter sein wird.

Umzug soll 2021 erfolgen

Nach dem ersten Spatenstich müssen auf dem rund 5000 Quadratmeter großen Baugrundstück im nördlichen Teil des Luisenglücks zunächst noch alte Betonreste entfernt werden. Dann entsteht hier ein moderner zweigeschossiger Neubau nach einem Entwurf des Architekturbüros Schamp & Schmalöer, der bogenförmig an die Kurve der Bahnlinie U42 angrenzt. Der Rohbau soll im dritten Quartal 2020 fertig sein. In der ersten Jahreshälfte 2021 soll dann der Umzug erfolgen – mit allen Bewohnern und Mitarbeitern des bisherigen Heims in Kirchhörde.

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